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| 16:42 Uhr

Großzügige Schenkung
Pücklers Machbuba verschönert Kunstsammlung

Der Senftenberger Museumsmitarbeiter Bernd Gork hängt die Schenkung „Machbuba“ des Lausitzer Künstlers Klaus Zylla auf.
Der Senftenberger Museumsmitarbeiter Bernd Gork hängt die Schenkung „Machbuba“ des Lausitzer Künstlers Klaus Zylla auf. FOTO: Jenny Linke / Museum OSL
Senftenberg. Die Faszination der weiten Welt – Klaus Zyllas Gemälde von Pücklers exotischer Reisegefährtin hängt jetzt in Senftenberg.

Die Kunstsammlung Lausitz am Senftenberger Museumsstandort des Landkreises Oberspreewald-Lausitz kann sich über einen berühmten Neuzugang freuen. Der Maler und Grafiker Klaus Zylla hat dem Museum sein farbgewaltiges Porträt der arabischen Gefährtin des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau geschenkt. Das hat Museumssprecherin Jenny Linke am Montagnachmittag mitgeteilt. „In stolzer Pose porträtiert der Maler die junge Frau, die unter dem Namen Machbuba weltberühmt geworden ist. Exotik und die Faszination der weiten Welt prägen die Themenvielfalt in Zyllas Arbeiten“, erläutert Jenny Linke.

Bereits seit Beginn der 1900er-Jahre ist der Künstler Klaus Zylla prominent in der Kunstsammlung vertreten. Mit dem 2009 entstandenen Bild „Machbuba“ erweitert nun, neben einer Reihe von Druckgraphiken und Temperaarbeiten, das dritte Gemälde des Künstlers den Bestand der Kunstsammlung. Das Bild ist in den kommenden Monaten als Teil der Dauerausstellung in Senftenberg zu sehen.

Der aus Gaglow bei Cottbus stammende und in Berlin lebende Maler und Grafiker Klaus Zylla hat sich mit Gemälden, Grafiken und Künstlerbüchern immer wieder mit der schillernden Persönlichkeit des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau auseinandergesetzt. So auch in dem Gemälde „Machbuba“, jener geheimnisvollen jungen arabischen Schönheit, die Pückler während einer Afrika-Reise 1837 auf dem Sklavenmarkt im Kairo erwarb. Sie wurde während der Reise seine Gefährtin und er nahm sie mit nach Muskau, wo sie dann aber bereits 1840 im Alter von etwa nur 15 Jahren an einer Lungenkrankheit starb.

Bei dem Gemälde orientierte sich Zylla an einer zeitgenössischen Darstellung der jungen Frau, die dort in einem orientalischen Kostüm zu sehen ist. „In einem kräftigen Blau-Gelb-Klang und individueller Formensprache zeigt uns Zylla das dunkelhäutige Mädchen in stolzer Pose“, sagt Museumssprecherin Jenny Linke. Das Bild wurde bereits im vergangenen Jahr im Rahmen einer Personalausstellung Zyllas in Senftenberg gezeigt. Mit der Schenkung hat es nun einen dauerhaften Platz in der Kunstsammlung Lausitz gefunden.

(jag)