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Kreis prüft mehrere Bewerber für den öffentlichen Busverkehr

Senftenberg. Die Angebotsfrist für den europaweit ausgeschriebenen Busnahverkehr im Oberspreewald-Lausitz-Kreis ist Anfang dieser Woche ausgelaufen. Dem Landkreis liegen mehrere Bewerbungen vor. Jan Augustin

Das teilt Kreissprecherin Marlen Weser auf Anfrage mit. "Gegenwärtig werden die Angebote geprüft und einer Bewertung unterzogen", erklärt Marlen Weser. Wie viele und welche Unternehmen sich beworben haben und wer den Zuschlag bekommt, sagt der Kreis noch nicht. Das Zuschlagskriterium ist "ausschließlich der Preis". Voraussichtlich bei der Kreistagssitzung am 8. Dezember soll eine Entscheidung getroffen werden.

Der Landkreis hatte den kreisweiten gummibereiften Regionalverkehr sowie den Stadtverkehr in Senftenberg mit drei Linien und Lübbenau (eine Linie) ausgeschrieben, weil der laufende Vertrag endet. Der neue Vertrag gilt von 2017 bis 2027.

Scharfe Kritik an der Ausschreibung und den Entscheidungsträgern hatte der bisher größte Auftragnehmer, die Südbrandenburger Nahverkehrs GmbH (SBN), geübt. Der Geschäftsführer und der Betriebsratsvorsitzende rügten die Ausschreibung wegen einer fehlenden Klausel, die eine Arbeitnehmerübernahme regelt. 110 Mitarbeiter sind bei der SBN beschäftigt. Das einst kreiseigene Unternehmen wurde seit 2008 dreimal verkauft. Momentan gehört die SBN zu 100 Prozent der Netinera Deutschland GmbH - einem Konsortium aus der italienischen Staatsbahn FS und dem Infrastrukturinvestor Cube.