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| 16:39 Uhr

Nach acht Verhandlungsrunden und mehreren Warnstreiks: Klinikum Niederlausitz in Senftenberg verzögert Umsetzung der Tarifeinigung
Krankenschwestern müssen auf höheres Entgelt warten

Senftenberg. ) Die nach acht Verhandlungsrunden und mehreren Warnstreiks mit der Klinikum Niederlausitz GmbH ausgehandelten höheren Entgelte für die 915 nichtärztlichen Beschäftigten in den  Krankenhäusern Senftenberg und Lauchhammer werden nicht wie  vereinbart zum Jahresbeginn 2019 rückwirkend nachgezahlt. Von Andrea Budich

Betroffen davon sind vor allem die rund 440 Krankenschwestern. Nach einer internen Ankündigung sollen sie die Tariferhöhungen erst im März 2019  rückwirkend ab März 2018 ausgezahlt bekommen. Die Mitarbeiter im Rettungsdienst müssen auf ihr Geld bis Februar warten.

„Das ist skandalös und nicht nachvollziehbar“, schimpft verdi-Gewerkschaftssekretär Ralf Franke. Er verweist darauf, dass dem Arbeitgeber seit Mitte November die Zustimmung der verdi-Bundesebene zum Tarifabschluss vorliegt. Gängige Praxis sei zudem, dass die Zahlungen auch ohne Vorliegen der unterschriebenen Tariftexte bereits vorbereitet werden.

„Die Mitarbeiter können es nicht verstehen, warum die Umsetzung des Tarifvertrages nicht für alle Beschäftigten für Januar 2019 vorbereitet wurde“, sagt Franke. Befürchtet werden erhebliche Steuernachteile bei den Nachzahlungen, die erst im Februar und März 2019 erfolgen sollen. Pünktlich auf dem Konto haben die Gehaltssteigerungen indes die Therapeuten, das Küchenpersonal, die Reinigungskräfte und die Mitarbeiter aus der Verwaltung.