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Kran wie festgemauert

Ortrand.. Zu früh gefreut: Vor fast genau einem Monat sollten die Arbeiten auf der Dauer-Stillstandsbaustelle am Markt wieder aufgenommen werden.

Diese verbindliche Zusage hatte die Stadt vom sächsischen Bauunternehmer, der das Eckhaus samt Filet-Grundstück vor Jahren von der Kommune erworben hatte (die RUNDSCHAU berichtete). Sogar ein grober Zeitplan war auf den Tisch gelegt worden: Der erste Rohbauteil sollte 2003 stehen und das gesamte Objekt Mitte nächsten Jahres.
Zum Bedauern der Ortrander bewegt sich der festgewachsene Baustellenkran nach wie vor nur im Wind. Und das Grün auf den Resten der Grundmauern gedeiht weiterhin. Für diesen Fall hatte Bürgermeister Alf Korn, nach vielen Gesprächen und gutem Zureden, angekündigt, die Rückabwicklung des Geschäftes anzustreben. Der Notarvertrag enthalte eine solche Klausel.
Der erste Schritt ist nach den Worten von Amtsdirektor Horst Stopperka getan. In ihrer außerplanmäßigen Juli-Sitzung war die so genannte Grafe-Ruine Hauptthema. Die Abgeordneten stimmten dafür, einen Fachanwalt mit der Sache zu betrauen. Er soll herausarbeiten, ob bzw. in welcher Höhe finanzielle Forderungen während des erwogenen Prozesses der Rückabwicklung auf die Stadt zukommen könnten. Mit dem Ergebnis wird etwa Anfang September gerechnet. Dann soll es ein neues Gespräch mit Grafe geben. (mf)