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| 02:54 Uhr

Kostebrau sammelt Unterschriften gegen Vollsperrung

Die L 60 bei Kostebrau.
Die L 60 bei Kostebrau. FOTO: Thieme
Kostebrau. Die Kostebrauer bleiben für eine ununterbrochene Verkehrsverbindung nach Lauchhammer-Ost am Ball. Beinahe täglich gehen bei Michael Thieme, dem stellvertretenden Ortsvorsteher, ausgefüllte Unterschriftenlisten gegen die Sanierungssperrung der Landesstraße 60 ohne eine kurze Umfahrung oder vollwertige Ersatzstrecke ein. Manfred Feller

Weil nicht nur die Einwohner und Dienstleister in und für Kostebrau betroffen sind, werden Unterschriften auch in den Nachbarorten, besonders in Lauchhammer gesammelt, hieß bei der sehr gut besuchten öffentlichen Ortsbeiratssitzung am späten Donnerstagabend. Bei der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Lauchhammer haben auch die Abgeordneten die Forderungen in dem ländlichen Ortsteil unterstützt. "Wir haben es geschafft, dass darüber nachgedacht wird", sagt Einwohner Dr. Hubert Lerche.

Gegenwärtig, so Michael Thieme, lasse die Bergbausaniererin LMBV nach der gemeinsamen Willensbekundung mit der Stadtverwaltung und dem Landesbetrieb Straßenwesen die vorgeschlagene Parallelstrecke zur Landesstraße 60 untersuchen. "Wir erwarten die Ergebnisse in der nächsten Bürgerversammlung in der zweiten Märzhälfte", kündigt der stellvertretende Ortsvorsteher an. Diese Untersuchung verursache jedoch zusätzliche Kosten. Sollte das Projekt der Parallelstraße scheitern, was die Kostebrauer nicht hoffen, werde eine deutlich kürzere Bau- und damit Sperrzeit gefordert.

Unmut regt sich in dem Dorf auch, weil aktuell die L 60-Einfahrt in Richtung Schipkau wegen der Straßensanierung voll gesperrt ist und nach einer Luftholpause voraussichtlich ab März 2015 dann im Bereich Schipkau noch einmal für mehrere Monate dichtgemacht wird. Warum können beide Maßnahmen nicht parallel laufen? fragen die Kostebrauer.

Wegen der geplanten Rütteldruckverdichtung an der Hochkippe Schipkau muss das Baufeld laut der LMBV durch Holzen der Bäume freigemacht werden. Dies könne nur zwischen November und Februar geschehen. Zudem müssen Naturschutzauflagen erfüllt werden, wie das Anlegen eines Ersatzgewässers und das Umsetzen von Tieren. Die Landesstraße 60 werde außerdem für Materialtransporte benötigt. Dies sei bei einer gleichzeitigen Sperrung von beiden Seiten nicht möglich.