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| 20:25 Uhr

Neuer Radweg wird geplant
Von Kostebrau ohne Umweg zur F 60

Kostebrau. Ein neuer Radweg bis zum Bergheider See wird jetzt geplant. Von Torsten Richter-Zippack

Wer bislang mit dem Fahrrad vom Senftenberger zum Bergheider See möchte, kommt auf direktem Weg nur bis Kostebrau. Von dort geht es lediglich über einen großen Umweg über Lauchhammer zum Gewässer mit seinem Besucherbergwerk F 60 weiter. Das soll sich mittelfristig ändern. Denn sowohl die Stadt Lauchhammer als auch das Amt Kleine Elster versprechen sich durch das von ihnen beantragte Vorhaben einen touristischen Schub. „Lauchhammer als Flächenstadt setzt mit eigenen und überregionalen Radwegen auf Radwegetourismus. Wir und das Amt Kleine Elster wollen diese Verbindung errichten. Darin sehen wir für uns und die Region eine Erweiterung des touristischen Angebotes auch in Richtung des Lausitzer Seenlandes“, erklärt Stadtsprecherin ­Rotraud Köhler. Mandy Mudrack vom Bauamt der Kleinen Elster ergänzt, dass ihre Behörde mit dem Radweg ebenfalls mit einer weiteren touristischen Aufwertung rechnet.

Die geplante Trasse soll nordwestlich von Kostebrau (Aussichtspunkt Barbarakreuz) beginnen und am Römerberg vorbei bis zur Kreisgrenze Oberspreewald-Lausitz/Elbe-Elster führen. Dort schwenkt die Verbindung gen Norden und geht weiter unweit des Südufers des Bergheider Sees bis zur Anbindung an die Landesstraße 60, die Lauchhammer mit Lichterfeld verbindet.

Allerdings befindet sich inmitten der Bergbaufolgelandschaft Grünhaus ein Vogelschutzgebiet. Derzeit prüfen die Experten, ob und inwieweit die dort rastenden Gänse und Kraniche durch den Radweg und seine zukünftigen Nutzer beeinträchtigt oder gestört werden könnten. „Mit dem Ergebnis der Untersuchung wird bis Ende 2018 gerechnet“, sagt Rotraud Köhler. Erst im Fall eines entsprechenden Ergebnisses werde mit den entsprechenden Planungen begonnen. Die Finanzierung solle aus Mitteln der Braunkohlensanierung erfolgen.

Für die Radlertrasse sollen die bisherigen Wirtschaftswege der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) genutzt werden, teilt Sprecher Dr. Uwe Steinhuber mit. Zudem könnte im Zuge dieses Projektes der bereits bestehende, seit Jahren aber gesperrte Aussichtspunkt Römerkeller bei Kostebrau wieder zugänglich werden. Dazu, so Steinhuber, müsse aber erst der dortige Sperrbereich aufgehoben werden.