Von Andrea Budich

Die angepeilte 2-Millionen-Schallmauer beim 2018er-Jahresumsatz haben die beiden Senftenberger Eierlikör-Könige knapp verpasst. Die Zielmarke wollen die Geschäftsführer vom Scharfen Gelb, Heiko Tänzer und Danilo Trasper, in diesem Jahr aber definitiv reißen. Dass sie dazu auf dem besten Wege sind, zeigen die explodierenden Besucherzahlen in ihrer neuen Schaumanufaktur in der Spremberger Straße. 10 000 Eierlikör-Fans haben das im Vorjahr eingeweihte neue Domizil 2018 einen Besuch abgestattet. Seit Anfang März liegen bereits so viele Reservierungen vor, dass es 2019 wohl wenigstens 13 000 Besucher sein werden.

2018 war das erfolgreichste Geschäftsjahr in der achtjährigen Firmengeschichte, die mit nur 45 Flaschen des gelben Kultgetränks nach Großmutters Rezept 2010 ganz bescheiden begann. Die clevere Schnapsidee bleibt hochprozentig: Immer mehr Menschen haben Durst auf den „Schärfsten Likör der Republik“, wie die Senftenberger Unternehmer ihr Getränk gern nennen. In den Wochen vor Ostern läuft Senftenbergs Hausmarke zur Höchstform auf. Bis zu 15 000 Flaschen laufen jetzt täglich übers Band. Um die Design-Flaschen im Hasen- oder Segelboot-Format besser befüllen zu können, wurde in der Vorwoche eine neue Abfüllmaschine in Betrieb genommen.

Neu ist auch die Kooperation mit der regionalen Bäckereikette Sternenbäck. „Danilo ist Bäcker. Die Idee lag also nahe“, erklärt Heiko Tänzer. Der Senftenberger Eierlikör gibt dabei Berlinern, Muffins und Petit fours einen scharfen Kick. Bis zu 10 000 „Scharfe Berliner“ und 5000 „Scharfe Küsschen“ werden ab 22. März in einer vierwöchigen Aktion täglich an 166 Filialen der Bäckereikette zwischen Frankfurt/Oder und Suhl geliefert.

Wenn alles gut läuft, kommt mit der bekennenden Eierlikör-Liebhaberin Enie van de Meiklokjes demnächst nach Mallorca-König Jürgen Drews und Alpenqueen Antonia aus Tirol eine weitere Werbebotschafterin für die Senftenberger Hausmarke hinzu. Enge Kontakte zu der rothaarigen Fernsehmoderatorin gibt es bereits, bestätigt Heiko Tänzer.

Neu im 18 Sorten umfassenden Sortiment ist ab 1. April der Gurken-Eierlikör, der als Referenz an den nahen Spreewald tatsächlich nach Gurke schmeckt.