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Konzert für ein Stückchen heile Welt

Das Bundespolizeiorchester und Stefanie Hertel geben am Donnerstag ein Benefizkonzert im Amphitheater Großkoschen. 600 Zuhörer haben im Kessel Platz.
Das Bundespolizeiorchester und Stefanie Hertel geben am Donnerstag ein Benefizkonzert im Amphitheater Großkoschen. 600 Zuhörer haben im Kessel Platz. FOTO: Johanniter
Großkoschen. "So a Stückerl heile Welt" bringt Stefanie Hertel am Donnerstag mit ins Amphitheater Großkoschen am Senftenberger See. "Ich freue mich sehr auf das Konzert und die Lausitzer", erklärt die Königin des volkstümlichen Schlagers, die die Zuhörer im Kessel des Freilufttheaters vor allem mit Swing-Klassikern und neuen Arrangements eigener Lieder begeistern will. Kathleen Weser

Für den guten Zweck. Das Bundespolizeiorchester Berlin unter Leitung von Arend zu Hoene hat die gebürtige Vogtländerin, die mit dem Stück der heilen Welt im Jahr 1991 beim Grand Prix der Volksmusik den fünften Platz errungen hatte, eingeladen. Ein Jahr später gewann sie den Wettbewerb und auch die Krone der Volksmusik. Das war der große Durchbruch der Künstlerin, die ihren Namen als inzwischen höchst vielseitige Sängerin auch gern einsetzt, um Gutes zu tun.

"Der Anlass dieses Benefizkonzertes berührt mich tief", sagt sie. Und mehr Motivation brauche es nicht, helfen zu wollen.

An die Hospizbegleiter, die Lausitzer Familien unheilbar kranker Kinder mit Rat und Tat unterstützen, sollen die Eintrittsgelder fließen. "Unsere Ehrenamtlichen stärken Eltern den Rücken und machen Geschwistern, die oft zu kurz kommen, mit kleinen Erlebnissen wie einem entspannten Tierparkbesuch eine Freude. Da fallen Unkosten für Fahrtwege an", erklärt Andreas Berger-Winkler, der Sprecher des Regionalverbandes Südbrandenburg der Johanniter.

Auch das Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche (Lacrima) soll bedacht werden. In Burg im Spreewald wird das stationäre Kinderhospiz, das Johanniter-Kinderhaus "Pusteblume", entstehen. Das Anliegen: Pflegende Eltern sollen durch den rundum betreuten Aufenthalt ihrer Kinder im schönen Spreewald entlastet werden und neue Kraft tanken können für den schweren Alltag daheim. Auch eine Wohngruppe für schwerst kranke Kinder und Jugendliche ist geplant. Dieses Konzept ist deutschlandweit einmalig. Sechs Millionen Euro werden investiert. Einen großen Brocken der Summe haben die Johanniter zu stemmen. Auch dafür wird Geld gesammelt.

Seit dem Jahr 2013 haben die Bundespolizeiinspektion Forst und der Regionalverband Südbrandenburg der Johanniter Unfall-Hilfe eine Patenschaft für die Betreuung todkranker und das Zentrum für trauernde Kinder gegründet. Die dafür veranstalteten Konzerte haben seitdem mehr als 20 000 Euro für diese Projekte eingespielt. Immer dabei: das Bundespolizeiorchester, das Stargast Stefanie Hertel auch musikalisch als "großartig" bezeichnet. "Mir ist es wirklich eine Ehre und große Freude, mit diesen tollen Musikern auf der Bühne zu stehen", sagt sie. Der Senftenberger See und das Live-Konzert mit dem Orchester sind Premieren für die Sängerin, die im Amphitheater aber trotzdem einem Wiedersehen entgegen fiebert. Denn am Saxofon im Polizeiorchester spielt ein alter Bandkollege mit. "Er hat auch einige Arrangements für dieses Konzert geschrieben", sagt Stefanie Hertel. Eigene Lieder, die für Bigband und Orchester geeignet sind, bringt sie natürlich auch mit - und ein Stückchen heile Welt.

Zum Thema:
Das Bundespolizeiorchester Berlin und Stefanie Hertel gastieren am Donnerstag, dem 7. September, 19 Uhr im Amphitheater Großkoschen am Senftenberger See.Karten für das Benefizkonzert zu Gunsten der Helfer des Kinderhospiz Lausitz der Johanniter gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse der Neuen Bühne Senftenberg (Telefon 03573 801286), an der Tageskasse (ab eine Stunde vor Beginn der Vorstellung) und an allen Vorverkaufsstellen. Der Erlös der Einnahmen aus den Eintrittskarten (zehn Euro) werden gespendet.