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| 01:07 Uhr

Kolossaler Neubau wirkt wie Fremdkörper

Buchwalde.. Zum Baugeschehen in Buchwalde schreibt Dietmar Ulbrich in einem Leserbrief.


Am 18. Juni gab die Stadtverordnetenversammlung grünes Licht für den wiederholten Verkauf des Grundstückes Buchwalder Straße 41. Hier soll eine etwas verkleinerte Form des kolossalen Baues der Buchwalder Straße 38 entstehen, ein Vier-Familien-Haus. Auf dem Schmalseitengrundstück wirkt das an der Straßenfront 14,5 Meter breite und in der Tiefe teilweise 17,03 Meter lange Gebäude gegenüber den Einfamilienhäusern der Umgebung wie ein Fremdkörper.
Diese totale Versiegelung des geteilten Grundstückes ist mit einer Erhaltungssatzung unvereinbar. Mit dieser Maßnahme wird die für den Ortsteil Buchwalde beschlossene und noch geltende Erhaltungssatzung (Bewahrung der historischen Dorfstruktur) unterhöhlt und untergraben. Warum dieser Affront gegen die Erhaltungssatzung„ Die untere Baubehörde, als Erteiler der Baugenehmigung, verweist in allen Stellungnahmen auf das Einverständnis der Stadt für die Errichtung dieser baulichen Anlage und übersieht geflissentlich, dass sie auch eine eigene Verantwortung besitzt.
Doch hier geht es wie bei der Buchwalder Straße 38 um die Vermarktung eines städtischen Grundstückes, und da werden sich die Behörden keine Steine in den Weg legen. Dass die städtebauliche Eigenart von Gebieten auch bewahrt werden kann, beweist der Neubau in der Buchwalder Straße 14. Hier wurde der ehemalige Vierseiten-Bauernhof wieder in ursprünglicher, moderner Form errichtet.
Mit einem Unterschied: Die alte Grenzbebauung musste nicht vollzogen werden und, das Gebäude fügt sich trotzdem ein. Hieran erkennt man die Auslegbarkeit von Recht und Verordnung!
Der betroffene Bürger hat kaum eine Chance, diese Zubilligung der Behörden für sich zu beanspruchen, denn dort wird nach anderen Kriterien entschieden. Die Stadt Senftenberg hat es jetzt selbst in der Hand, die Glaubwürdigkeit der Abgeordneten und ihrer Verwaltung wieder herzustellen, indem eigene Fehler revidiert werden. Jeder Bürger muss die beschlossenen, für ihn meist Kosten erzeugenden Satzungen, auch einhalten. Das muss man auch von den Behörden verlangen können.
Oder zählt hier nur in Abwandlung des bekannten Zitates der Spruch: Was schert mich die beschlossene Satzung von gestern“