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Kochprofis zu Besuch an der Grundschule

Schüler der Walther-Rathenau-Schule beim Gedenklauf im Schlosspark.
Schüler der Walther-Rathenau-Schule beim Gedenklauf im Schlosspark. FOTO: priv.
Im Namen der Schüler der Klasse 6b der Regenbogen-Grundschule Senftenberg schreibt Anett Meisner von einem kulinarischen Höhepunkt: Wir Schüler der Klasse 6b erlebten einen wunderbaren Projekttag mit Köchen von unserer Essensfirma "SODEXO". Nach einer Zuckerolympiade, einem Sinne-Test und Gestaltung von Menükarten ging es ans Kochen.

In drei Gruppen kochten wir mithilfe der Köche Volker und Said ein Super-3-Gänge-Menü. Neben Eisbergsalat mit fruchtigem Joghurtdressing und ofenfrischem Baguette gab es einen bunten Kartoffelauflauf mit Hähnchenbrust und zum Dessert Vanillequark mit frischen Früchten und Schokostreuseln.

Wir lernten auch, dass zum tollen Essen ein schön gedeckter Tisch gehört. Wir falteten Servietten und lernten die Bedeutung der verschiedenen Bestecke kennen . Auf diesem Wege möchten wir uns auch noch einmal bei der Kundenberaterin Ines und den beiden tollen Köchen für unseren erlebnisreichen Projekttag bedanken.

Stolz auf die eigene Tomatenpflanze

Wolfgang Stabler aus Schipkau freut sich über seinen Zuchterfolg und schreibt an die LR:Rund 150 mittelgroße Tomaten wachsen an einer Pflanze in unserem Garten. Natürlich ist alles Bio und natürlich ohne jeden Kunstdünger gezogen.

Gedenklauf von Senftenberger Schule

Über den Walther-Rathenau-Gedenklauf in diesem Jahr berichtet Angela Franke aus Hosena:

Seit 14 Jahren trägt unsere Grundschule den Namen "Walther Rathenau". Wie sieben andere Schulen führen wir alljährlich zum Geburtstag des ermordeten Politikers einen Gedenklauf im Schlosspark durch. Im nächsten Jahr wird es dann ein Jubiläumslauf zum 150. Geburtstag des ehemaligen Außenministers geben. Voller Freude liefen alle Schüler im Schlosspark ein und stellten sich zu einem kleinen Appell auf. Frau Poyda erklärte noch einmal allen Schülern den Anlass des Laufes und Frau Hofmann gab den zeitlichen Ablauf bekannt. Je nach Alter waren mindestens eine und höchstens fünf Runden zu laufen. Geschafft und froh kehrten danach alle Schüler wieder zur Schule zurück.

Siedlungsgeschichte der Lausitz

Über einen Vortrag zur mittelalterlichen Siedlungsgeschichte im Kurmärker-Saal schreibt Kati Kiesel von der Stadt Großräschen:

Über 60 Gäste sind im Kurmärker erschienen, um den Vortrag der Großräschenerin Dr. Harriet Bönisch zum Thema "Die früh- und hochmittelalterliche Besiedlung südlich des Niederlausitzer Landrückens oder gab es hier Slawen?" zu hören. Neben interessierten Großräschenern waren auch Gäste aus Altdöbern, Senftenberg und Schipkau angereist. Die Expertin für die Frühgeschichte der Mark Brandenburg forscht seit mehr als 30 Jahren zur Siedlungsgeschichte der Lausitz. Die Museumsleiterin betreut in der Slawenburg Raddusch die Ausstellung zur Braunkohlenarchäologie.

Ihr Vortrag konzentrierte sich auf die Zeit bis zum 13. Jahrhundert. Die frühe Geschichte kann nur durch Sachquellen erschlossen werden. Durch die teilweise sehr gut dokumentierten Tagebauausgrabungen gibt es in der Region vom Niederlausitzer Landrücken bis zum Spreewald viele Erkenntnisse.

Rund 50 Slawenburgen wurden durch Befliegung oder Ausgrabungen in der Lausitz gefunden. Im Stadtgebiet von Großräschen gab es keine, die nächsten befanden sich in der Nähe von Saßleben, Repten und Buckow.

Die frühen Siedlungen der Slawen entwickelten sich an den Niederungsbereichen der Flüsse. Der Lausitzer Landrücken, zu dem auch Großräschen gehört, war zeitweise sogar unbesiedelt.

936 wurde die Lausitz vom Deutschen Reich unter König Heinrich erobert. Die Slawen wurden aus den besiedelten Gebieten jedoch nicht verdrängt. Ab diesem Zeitpunkt wurden nach und nach aktiv unbesiedelte Gebiete erschlossen. Am Beispiel von Kausche wurde gezeigt, dass erst eine Testbesiedlung durch ein slawisches Gehöft erfolgte und dann an gleicher Stelle ein Zeilendorf aus gleich großen Gehöften entstand. Man geht von einer starken Vermischung unterschiedlicher Völker aus. Slawen, Sachsen, Franken und andere lebten in der Lausitz gleichberechtigt miteinander.

Direkt zum Stadtgebiet von Großräschen gibt es aufgrund fehlender Fundstücke wenige Erkenntnisse.

"Frau Dr. Bönisch hat in ihrem Vortrag viele interessante Fakten zusammengetragen", sagte Bürgermeister Thomas Zenker. "Ich kann allen Geschichtsinteressierten nur empfehlen, die Ausstellungen in der Slawenburg Raddusch zu besuchen. Hier sind beeindruckende Fundstücke und Erkenntnisse zusammengetragen worden. Die wissenschaftlichen Aussagen zur historischen Besiedlung der Niederlausitz sind auch eine gute Grundlage für die aktuelle Diskussion über die Ausweisung sorbischer Siedlungsgebiete in unserer Region."

Lehrreiche Tage für Patenteam

Über eine Weiterbildung der Paten des Emil-Fischer-Gymnasiums schreiben Robert, Otto, Justin und Chantal:

Genauso rasant wie es nach der 6. Stunde aus dem Emil-Fischer-Gymnasium in die Jugendherberge nach Lübben ging, begann auch die Arbeit der Paten des Gib8!-Teams. Um die Atmosphäre innerhalb der Gruppe aufzulockern und uns besser kennenzulernen, probierten wir viele Spiele wie Kontakto, Ozeanwelle oder das meistgeliebte Spiel "Zipp-Zapp" aus. In einer ersten Diskussionsrunde legten wir uns auf vier Ausbildungsschwerpunkte für die kommende Paten-Blockweiterbildung fest, darunter Gruppenentwicklungsphasen, Mobbing und Teamtraining. Sowohl in unseren ausgewählten Paten teams als auch in neu zusammengestellten Gruppen arbeiteten wir unter der Leitung von Frau K. Bachmann und Frau P. Schmidt an der Theorie, hielten Vorträge und gestalteten Plakate. So saßen wir von früh bis spät abends aktiv und mit großer Freude über den nötigen theoretischen Grundlagen und mittendrin gab es noch eine Runde Familienminigolf zur eigenen Teambildung, wo Chantal großes Talent bewies.

Während der - leider sehr kurzen - zweieinhalb Tage in der Jugendherberge genossen wir auch die kulinarischen Highlights wie Frisches vom Grill, die uns genügend Energie für die Lehrstunden und Spiele lieferten.

Innerhalb der Patenteams, aber auch in der großen Gruppe stärkten wir den Zusammenhalt. Das gesamte Gib8!-Team fand die Fortbildung super interessant, sehr lehrreich und für die Arbeit als Paten im Schuljahr 2016/17 äußerst wichtig.

Wir danken Frau K. Bachmann und Frau P. Schmidt für die hilfreichen Tipps und innovativen Spielideen, mit denen wir unsere zukünftigen Patenstunden verbessern können. Ebenso dem Unternehmen Kehl GmbH für die Fahrgelegenheiten.

Außergewöhnliches Theaterstück

Die Dr.-Otto-Rindt-Oberschule in Senftenberg informiert über eine Theateraufführung:

Wir konnten Schülern der 8. bis 10. Klassen sowie ehemaligen Kollegen ein außergewöhnliches Theaterstück anbieten. Unter dem Titel "1944 - Es war einmal ein Drache …" erlebten die Jugendlichen die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus anhand einer wahren Geschichte aus dem Frauenkonzentrationslager Ravensbrück, die in sehr bewegender Art und Weise von Menschlichkeit und Zuversicht selbst unter den unmenschlichen Bedingungen des Lagers erzählte. Beeindruckend war sicher auch die Tatsache, dass solch ein Thema als Zusammenspiel aus Schauspiel und Puppenspiel durch das Tandera-Theater aus Testorf (Mecklenburg-Vorpommern) ganz hervorragend inszeniert wurde.

Einziger Wermutstropfen war die Tatsache, dass keine der eingeladenen Schulen das Angebot, das zweifelsfrei ein Einstieg in diese doch wichtige Thematik darstellt, genutzt hat, denn sie haben damit wirklich etwas verpasst.