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Knappen machen den Sack in den letzten Minuten zu

Knappe Philipp Jautze (l.) im Kopfballduell mit Pascal Vergin. Der Briesker Christoph Wenzel (l.) beobachtete diese Aktion ganz genau.
Knappe Philipp Jautze (l.) im Kopfballduell mit Pascal Vergin. Der Briesker Christoph Wenzel (l.) beobachtete diese Aktion ganz genau. FOTO: Steffen Rasche/str1
Nach drei Niederlagen gegen den BSC wollte der FSV Glückauf mit drei Heimpunkten an den spielfreien Burgern in der Tabelle vorbeiziehen. Bis zur 88. Minute sah allerdings nicht nach dem Sieg der Gastgeber aus. Marco Kloss / mkl1

Landesliga. Die Abtastphase von zehn Minuten brachte auf beiden Seiten wenig Zählbares. In der 12. Minute verursachte eine Flanke von links einen Noteinsatz von Hendrichs vom BSC. Sein kläglicher Versuch, den Ball in Volleyballmanier zu klären, wurde vom Schiedsrichterkollektiv mit Elfmeter geahndet. Die Geschichte vom Schieben nahm dem Übeltäter niemand ab, und Georg Hübner sorgte vom Punkt für die Führung.

In der Folgezeit taten sich bei den Gästen Hendrichs und Vergin stets mit hoher Kommunikation hervor. Auch das Fordern von Freistößen und Karten hatten beide Gästespieler gut drauf. So zog Schiedsrichter Nickusch bis zur 30. Minute zwei Mal Gelb für den FSV und beruhigte damit das Spiel zunehmend.

Erst eine Ecke brachte die nächste Chance für den FSV mit sich. Christoph Wenzel versuchte einen Fallrückzieher und traf den Ball aber nur, sodass Guido Hausdorf per Kopf die Chance zum 2:0 hatte, die der Torwart aber vereitelte. Aus dem Nichts hatten die Gäste die ersten Chance, als Hiseni nach einem guten Pass allein in Richtung Denny Miersch rannte, ihn umlief und den Ball glücklicherweise nur an den Außenpfosten brachte. Auf der Gegenseite stand Christoph Wenzel mutterseelenallein vor dem Tor, und ihm versagten ebenfalls die Nerven wie Georg Hübner kurz darauf. Nach einem tollen Angriff besaß Robert Rietschel kurz vor der Pause die Chance zum 2:0, doch der Kopfball hatte zu wenig Zug.

Was in der ersten Halbzeit sehr gut lief, misslang zu großen Teilen im zweiten Abschnitt. Die Gäste kamen besser aus der Kabine, und der FSV wirkte fahrig und nervös. So flog eine Ecke von Vergin auf die Latte. Nach einem Freistoß konnte Hiseni abschließen, schoss aber flach vorbei. Blankenfelde spielte nun zwingender nach vorn und wollte den Ausgleich. Minute 64 brachte dann diesen auch fast, als Werner angeschossen wurde und der Ball gegen das Außennetz ging.

Nach 25 Minuten im zweiten Abschnitt hatte die Trägheit des FSV dann auch endlich ein Ende, denn der Ball lag im Tor. Sümnik erzielte mit einem Heber den längst verdienten Ausgleich. Zwingende Torchancen konnten in der Folgezeit beide Mannschaften nicht herzeigen. So stellten sich beide Teams schon auf ein Remis ein.

Zwei Minuten vor dem Ende hatte der FSV aber doch noch etwas gegen diesen Punkverlust. Abwehrchef Guido Hausdorf brachte den Ball energisch nach vorn. Über Philipp Jautze kam der Ball zu Kapitän Alexander Rabe, der den freistehenden Georg Hübner sah. Mit einer Körpertäuschung und dem entscheidenden Antritt konnte der Landesliga-Spitzentorjäger zum entscheidenden Schuss ansetzen und den Siegtreffer bejubeln. Nach vier Minuten Nachspielzeit war das Spiel beendet, und die Knappen sind mit sechs von sechs Punkten in die Rückrunde gestartet.