Anlässlich des fünften Geburtstags der Rennstrecke öffneten die Ringbetreiber für die Bürger aus der Anrainer-Gemeinde Schipkau am Wochenende kostenlos die Tribünen sowie die Eingänge zum Fahrerlager (die RUNDSCHAU berichtete). Möglich war dies, nachdem der EuroSpeedway für die spektakuläre Ovalpremiere der deutschen Formel 3-Meisterschaft erstmals seit dem Gastspiel der amerikanischen ChampCar-Serie im Frühjahr wieder in die Rolle des Veranstalters schlüpfte.
„Ich finde die Einladung für die unmittelbare Nachbarschaft einfach gut“ , freute sich Andreas Horn aus Hörlitz am Samstag mit Tochter Maria (11) und Sohnemann Paul-Felix (5) auf einen spannenden Nachmittag. Der kostenlose Eintritt sei auch eine kleine Entschädigung für den lauten Motorenkrach, dem viele Anwohner durch die permanenten Teststunden in der Saison ausgesetzt seien, stand Horn mit dieser Auffassung nicht allein. Knapp 500 Besucher aus den sechs Schip kauer Ortsteilen nutzten beim „Eastside 100“ die Chance zum Ausflug auf den Lausitzring. Insgesamt wurden am Wochenende 10 470 Zuschauer gezählt.
„Ich war heute morgen noch auf Arbeit. Jetzt wollen wir uns mit der Frau einen schönen Samstagnachmittag machen“ , formulierte Joachim Holz aus Schipkau seine Erwartungen, nachdem die schnelle Ausweiskontrolle bei Manja Lorz an der Einlassschleuse überstanden war. Irgendwelche Probleme? Die junge Sicherheitsmitarbeiterin schüttelte auf die Frage des Reporters lachend den Kopf: „Noch hat niemand den Versuch unternommen, sich bei uns durchzuschmuggeln.“ Der manuelle Besucherzähler am Eingang vermittelte ein exaktes Zwischenbild. 254 Schipkauer hatte es bis Samstag um halb vier bereits auf den Ring gelockt. (os)