Es fehlen nach einer ver.di-Erhebung in den Krankenhäusern 162 000 Beschäftigte, darunter 70 000 in der Pflege.

Mit der Aktion machen die Beschäftigten ihrer Enttäuschung über den Gesetzentwurf zur Krankenhausreform Luft. "Davon sind auch wir in Lauchhammer betroffen", erklärt der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Mirko Holitschke. Aus seinem engen Kontakt zu den Kollegen auf den Stationen könne er Engpässe bei der Betreuung von Patienten bestätigen.

"Einen Pflegenotstand gibt es im Klinikum Niederlausitz nicht", erklärt Geschäftsführer Hendrik Karpinski. Aber eine Pflege-Knappheit sei schon zu spüren. Sie habe im Herbst des Vorjahres sogar dazu geführt, dass auf einer Station in Senftenberg nicht mehr alle Betten belegt werden konnten. Insofern fühlt sich die Klinikleitung mit den Protestierenden solidarisch. Für Karpinski ist es wichtig, bundesweit ein gemeinsames, kraftvolles Signal nach Berlin zu senden. "Der Regierungs-Entwurf zur Krankenhausreform liefert keine vernünftigen Antworten", betont er.