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Kleines Karussell drehte sich auf dem Innenhof

Werner Dupka aus Großrä schen kann sich noch gut an die Kantine auf dem Koschenberg erinnern:


Es war unser Ausflugsziel an manchen Wochenenden in den Jahren von 1938 bis 1944. Meine Tante Else, also die Schwester meines Vaters, betrieb mit ihrem Mann dort oben diese Gaststätte. Die Radtouren mit meinen Eltern begannen in unserem Wohnort Anna-Mathilde. Es ging nach Sedlitz, vorbei an der Wolschinksmühle, dann über die Elsterbrücke nach Kleinkoschen und Großkoschen zur Kantine auf den Koschenberg.
In dem Innenhof stand ein kleines Karussell, welches ein beliebter Spielplatz für mich und meine Cousine Dorchen war. Auf einem schmalen Weg von der Kantine aus konnte man damals noch den Berg besteigen. Im März 1945 fuhr mein Vater mit seinem NSU-Fahrrad das letzte Mal zur Kantine auf den Koschenberg. Dann wurde er zum Volkssturm eingezogen und kam nicht mehr zurück.