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| 01:00 Uhr

Kleine Westumfahrung für Freienhufen kommt

Freienhufen.. Der lange angekündigte Bau der Westumfahrung von Freienhufen zum Lausitzring-Zubringer L 55 startet definitiv im Frühjahr.

„Seit 14 Tagen liegt der Planfeststellungsbeschluss auf meinem Tisch“ , bestätigte gestern Ludwig Herrn, Chef der Cottbuser Niederlassung des Landesbetriebes Straßenwesen. Auch die beantragte EU-Förderung steht. Rund 1,6 Millionen Euro soll die zwei Kilometer lange Entlastungsstraße zum A 13-Anschluss Großräschen kosten. „Es wäre schön, wenn 2006 auch der Ausbau der neuen Kreuzung an der B 96 erledigt wäre“ , sagte Ludwig Herrn und vermied eine konkretere Terminzusage.
Dennoch passt die Ankündigung genau ins Erwartungsbild der verkehrsgeplagten B 96-Anrainer von Freienhufen. Vordergründig dringt der Protest nicht mehr so laut nach außen. Es herrscht gespannte Ruhe. Gisbert Lehmann, Ex-Dorfchef und Sprecher in der einstigen Initiativgruppe „B 96“ , wünscht sich eine Entlastung „bis spätestens 2007“ .
Seit nunmehr zwei Jahren ist Freienhufen im Ausnahmezustand: Mit der Vollsperrung der alten B 169 zwischen Sedlitz und Senftenberg und der großräumigen Umleitung für Schwerlaster schwoll die Brummikarawane weiter an. Bewährt hat sich das Lkw-Tempolimit von 30 Stundenkilometern als Beitrag zur Lärmminderung. Vor 19 Monaten verschwand auf der B 96-Durchfahrt zudem eine neue „Gully-Generation“ im Asphalt. „Bislang trotzten die 19 Schachtdeckel tatsächlich dem Dauerdruck der Schwerlaster. Die Garantie für alle Zeit ist das aber nicht“ , sagt Dieter Krotky aus der Straßenmeisterei Schwarzheide im Landesbetrieb Straßenwesen. Noch ein Hoffnungsschimmer: Irgendwann nächstes Jahr sollen die Autofahrer die alte B 169-Zufahrt nach Senftenberg wieder nutzen können. (os)