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Klavierabend im Seecampus

Schwarzheide. Pianist Vadim Chaimovich aus Frankfurt/Main begeisterte bei einem Konzert im Seecampus Schwarzheide.

Für das Konzert am 13. April konnte dank des Vorsitzenden des Fördervereins Seecampus, Paul-Gerhard Thiele, der renommierte Pianist Vadim Chaimovich aus Frankfurt/Main gewonnen werden. Er stellte sein Konzert unter das Motto „Meisterwerke und Raritäten“. Diese Überschrift löste sich durch das Programm nachvollziehbar auf. Es enthielt neben „pianistischen Favoriten“ auch Werke, die im Konzertbetrieb selten oder gar nicht zu hören sind. So war es ein wunderbares Kaleidoskop kleiner Stücke aus sehr verschiedenen Zeiten.

Raritäten, dazu können wir Werke von Henry Purcell und Johann Pachelbel zählen, die zu Gehör gebracht wurden. Das Rondo D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart ist ein Liebling auch der fortgeschrittenen Hobbyklavierspieler. Eine Sonate des heute kaum noch bekannten Antonio Rosetti (eigentlich Franz Anton Rösler) zeigte sich als typische Musik der Frühklassik.

Das Programm nach der Pause war der romantischen Klaviermusik gewidmet. Auf ein „Lied ohne Worte“, dem „Venetianischen Gondelllied“ von Felix-Mendelssohn-Bartholdym, folgte eine Schubert-Bearbeitung von Franz Liszt. Frederic Chopin war mit eindringlichen Mazurka a-moll op.17,4 und dem bekannten Nocturne Es-Dur op.9,3 vertreten.

Zum Schluss hörten wir zwei pianistische Glanzstücke, die „Moment musicaux“ Des-Dur und C-Dur, die Nummern 5 und 6 aus der Sammlung Opus 16. Das erste Stück ein sentimentaler Ohrwurm, das zweite ein triumphaler Schlusspunkt. Das Publikum dankte dem hervorragenden Pianisten mit freudigem Beifall und erwirkte zwei Zugaben.

Das sehr zahlreiche Publikum war begeistert und ging zufrieden nach Haus. Es musste nur noch das kurze Stück zum Parkplatz durch den Regen überwunden werden.

Harald Podczeck