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| 18:23 Uhr

Verkehrssicherheit
Sehen und gesehen werden in der Dunkelheit

Ruhland. Die landesweiten „Tage der Sichtbarkeit“ werben für richtiges Verhalten in der dunklen Jahreszeit. Eine Ruhlander Kita macht mit. Von Catrin Würz

In der dunklen Jahreszeit als Fußgänger oder Fahrradfahrer gut erkennbar zu sein für andere Verkehrsteilnehmer – das kann Leben retten. Im Land Brandenburg sind im vergangenen Jahr nach Angaben der Polizei beispielsweise knapp 750 Fußgänger und rund 2600 Radfahrer verunglückt – oftmals, weil sie in der Dunkelheit einfach übersehen werden. „Bei Dunkelheit ist das Unfallrisiko etwa dreimal höher als am Tag“, sagt auch Emanuel Kühnel. Der Fahrschullehrer und Mitarbeiter des ADAC Brandenburg aus Cottbus hat über all diese Gefahren im Straßenverkehr am Dienstag mit Erstklässlern in Ruhland gesprochen. Im Rahmen der landesweiten „Tage der Dunkelheit“, die das Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg in dieser Woche in mehr als 100 Orten zwischen Elbe und Oder ausrichtet, war der Verkehrserziehungsexperte in der Kita „Spurensucher“ in Ruhland zu Gast.

Flugs sind im Gruppenraum des Hortes ein Zebrastreifen und eine Ampelkreuzung aufgebaut – und los geht es mit dem Üben. Was müssen die Kinder am Fußgängerüberweg beachten und was an einer Fußgängerampel? Dann knipst Emanuel Kühnel des Licht im Raum aus und demonstriert, wie seine dunkelblaue Kapuzenjacke und wie im Vergleich dazu die Reflektorenstreifen auf seiner Warnweste im Dämmerlicht wirken. „Bei Fußgängern – wie ihr es als Schulkinder seid – ist helle und reflektierende Bekleidung das Wichtigste. Denn die Reflektoren sind noch in 140 Metern Entfernung zu sehen, eine dunkle Jacke gerade noch in 25 Metern Entfernung“, erklärt er den Erstklässlern aus Ruhland. Die „Spurensucher“-Hortkinder staunen. Als der ADAC-Verkehrserzieher dann jedoch nachfragt, wer denn an seinem Ranzen, an der Jacke, an Schuhen oder dem Fahrrad solche Reflektoren befestigt hat - da melden sich fast alle Jungen und Mädchen. „Das ist ja toll“, lobt Emanuel Kühnel und überreicht jedem Kind ein weiteres Utensil für die Sicherheit: einen schicken Turnbeutel mit Reflektorenstreifen und ein Blinki für den Schulranzen.

Kita-Leiterin Ramona Kolb freut sich über die Aktion zu den „Tagen der Sichtbarkeit“ und das Extra-Angebot des ADAC. „Wir sind sehr dankbar für solche Angebote zur Verkehrserziehung von Dritten und nutzen das immer“, sagt sie. Die Kinder sollen lernen, sich selbst zu schützen und auch andere nicht zu gefährden.