Auch in Großräschen selbst ist das Baukindergeld Thema. Bei der Einwohnerfragestunde der jüngsten Stadtverordnetenversammlung hinterfragte eine junge Mutter, die aus Baden-Württtemberg nach Großräschen gezogen ist, die vorgesehene zeitliche Befristung der Kinderprämie. Häuslebauer, die in den Vorjahren sesshaft wurden, gehen demnach leer aus. "Bei dieser Wohltat sind uns Grenzen gesetzt", greift der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Christoph Schmidtchen (SPD), die Bürgerkritik auf. Das Baukindergeld beliebig rückwirkend zu datieren, sei haushaltstechnisch nicht möglich.

Beschlossene Sache indes ist, dass die Prämie - 500 Euro pro Kind - als Anreiz für eine dauerhafte Verwurzlung vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2017 gezahlt wird. Vom Zuschuss profitieren Familien mit Kindern, die in der Stadt oder den Ortsteilen ein Haus kaufen oder bauen.