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| 12:36 Uhr

Hochkippe Klettwitz
Kettensägen-Orchester lässt Wälder singen

40 Jahre nach der Aufforstung der Kippe lohnt bereits eine Verwertung des Hozes.  Revierförster Hanschenz (r.) informiert Bürgermeister Prietzel über die weiteren Arbeiten auf der Hichkippe.
40 Jahre nach der Aufforstung der Kippe lohnt bereits eine Verwertung des Hozes. Revierförster Hanschenz (r.) informiert Bürgermeister Prietzel über die weiteren Arbeiten auf der Hichkippe. FOTO: Martin Konzag / Gemeinde Schipkau
Klettwitz. Der Landesbetrieb Forst pflegt 80 Hektar Nadelwald auf der Hochkippe Klettwitz. Von Andrea Budich

Wer derzeit zwischen Klettwitz und Kostebrau unterwegs ist, dem fallen entlang der Straße große Stapel Holz auf, die zum Abtransport vorbereitet sind. Das Holz stammt aus den angrenzenden Kiefernforsten, die in mühsamer Handarbeit ausgelichtet werden. Schritt für Schritt arbeitet sich der Landesbetrieb dabei im 2300 Hektar umfassenden Landeswaldrevier Kostebrau rings um den Windpark Klettwitz voran. „Die Kiefern hier wurden in den 1970er Jahren gepflanzt“, berichtet Revierförster Dietmar Haschenz.

Dabei werden zunächst Gassen zur Bewirtschaftung der teils unzugänglichen Wälder abgesteckt. In einem zweiten Schritt markiert der Revierförster wichtige, erhaltenswerte Bäume. An Hand dieser Markierungen wissen Mitarbeiter eines Forstbetriebes anschließend, welche Holzungen im Umfeld notwendig sind. Verwertungsfähiges Holz wird aufbereitet und der Holzindustrie zugeführt.

„Im Ergebnis haben wir dann lichtere Wälder, in denen sich die Bäume weiter kraftvoll entwickeln können“, so Haschenz. Ziel ist der Umbau der vormaligen dichten Kiefernschonungen zu vitalen, artenreicheren Nutzwäldern, in der auch genügend Platz für die Natur bleibt.

Seitens der Gemeinde wird diese Entwicklung mit Freude verfolgt. Auf der früheren Hochkippe finden sich inzwischen wieder Bereiche, die an die idyllischen Wälder aus der Zeit vor dem Bergbau erinnern.