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Stammzellspender gesucht
Katharina braucht dringend Stammzellspender

Katharina leidet an Septischer Granulomatose, einer lebensbedrohlichen Erkrankung des blutbildenden Systems. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann helfen und sich als potenzieller Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen.
Katharina leidet an Septischer Granulomatose, einer lebensbedrohlichen Erkrankung des blutbildenden Systems. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann helfen und sich als potenzieller Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen. FOTO: DKMS
Senftenberg. Die sechs Monate alte Katharina aus Senftenberg leidet an einer lebensbedrohlichen Erkrankung des blutbildenden Systems. Sie benötigt dringend einen passenden Stammzellspender.

Die Diagnose ist erst ein paar Wochen alt und für die Eltern ein Schock. „Katharina leidet an der septischen Granulomatose (CGD), wie ihr Bruder, der einen Stammzellspender gefunden hat und inzwischen transplantiert ist. Sie hat nur ein Prozent der funktionierenden Immunzellen, was für normales Leben nicht ausreicht“, erklärt Katharinas Mama Anastasia. Katharina hat von Geburt an blutige Stühle, im Oktober bekommt sie Schnupfen und hohes Fieber. Der Verdacht auf einen Harnwegsinfekt bestätigt sich aber nicht. Die Laborwerte werden immer schlechter. Ärzte der Uniklinik Dresden testen Katharina routinemäßig auf CGD. „Das Ergebnis war niederschmetternd“, sagt die Mutter.

Hoffnung gibt ihr nun die DKMS - eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Als Stammzellspenderdatei arbeitet sie weltweit und muss nun auch in Senftenberg aktiv werden - für die kleine Katharina. DKMS-Mitarbeiterin Annika Schirmacher bittet um Hilfe. „Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann helfen und sich am Samstag, 16. Dezember, in der Dr.-Otto-Rindt-Oberschule in Senftenberg als potenzieller Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen“, teilt sie mit. Auch Geldspenden werden benötigt, da der gemeinnützigen Gesellschaft allein für die Registrierung eines jeden neuen Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen. Von den Krankenkassen oder anderen öffentlichen Institutionen wird dieser Aufwand nicht finanziert.

„Als Katharinas Eltern uns um Hilfe baten, waren wir als Nachbarn sofort zur Stelle. Sie haben mich über die Krankheit aufgeklärt und dass durch eine Registrierungsaktion der kleinen Katharina geholfen werden kann. Also haben wir uns mit Familie, Freunden und der DKMS zusammengesetzt, organisierten uns als Initiativgruppe und verteilten Aufgaben“, erläutert Birgit, eine Nachbarin und Mitglied des Organisationsteams, für die Registrierungsaktion. Die Gruppe sei schon jetzt um viele weitere, teilweise unbekannte, freiwillige Helfer gewachsen. „Jeder Einzelne zählt und kann unsere Registrierungsaktion unterstützen“, sagt sie. Viele Helfer werden benötigt: im Vorfeld für die Verteilung von Flugblättern und die Aufklärung, aber auch Sponsoren oder Benefizaktionen. „Katharina braucht euch“ appellieren die Initiatoren an die Menschen, sich in die DKMS aufnehmen zu lassen.

Die Registrierung geht einfach und schnell: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen durchgeführt, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.

(jag)