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Polizeibericht
Kassiererin tappt in Großräschen in Wechselbetrugfalle

Wechselgeldbetrüger locken ihre Opfer mit vielen kleinen Scheinen in die Falle.
Wechselgeldbetrüger locken ihre Opfer mit vielen kleinen Scheinen in die Falle. FOTO: Jens Büttner / dpa
Großräschen. Täter wahrscheinlich vorher bereits an Finsterwalder Tankstelle erfolgreich

Eine Kassiererin ist in Großräschen in die Wechselfalle eines Betrügers getappt. Das bestätigt Polizeisprecherin Ines Gnerlich. Im Verbrauchermarkt an der Freienhufener Straße war sie von einem Mann gebeten worden, 400 Euro in 10-Euro-Scheinen in 50-Euro-Scheine zu wechseln. Nach ihrer guten Tat fehlten der Frau 200 Euro in der Kasse. „Der Betrug war ihr beim Wechseln des Geldes nicht aufgefallen. Der Täter flüchtete in einem grünen Opel“, so Gnerlich weiter. Die umgehend eingeleitete Fahndung sei erfolglos geblieben.

In Finsterwalde hatte sich wenige Stunden zuvor Ähnliches an einer Tankstelle abgespielt. Ein Mann hatte vorgegeben, kleinere Geldscheine in einen 500-Euro-Schein tauschen zu wollen. Nach der Übergabe stellte die Kassenkraft fest, dass die ihr überreichte Summe deutlich geringer war. Da hatte der Täter jedoch bereits in einem grünen Opel mit dem 500-Euro-Schein noch schneller Fersengeld gegeben.

Die Polizeisprecherin warnt: Tankstellen, Supermärkte und auch die offene Straße sind beliebte Tatorte von Wechselgeldbetrügern. Sie geben potenziellen Opfern gegenüber vor, Geldscheine wechseln zu wollen. Beim Wechselvorgang wird das Opfer derart manipuliert oder abgelenkt, dass die Opfer immer mehr Geld herausgeben, als der Täter vorher gegeben hat. Ratsam sei, generell misstrauisch zu bleiben, wenn jemand hohe Bargeldsummen eintauschen wolle. Klug ist, eine weitere Person hinzuzuziehen, denn dies schreckt Betrüger ab, so Gnerlich. Im Zweifel sei die erbetene Hilfe lieber abzulehnen.

(kw)