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Kassieren, Malen, Kochen und Laufen im Ehrenamt

Christine Hellebrand bei einer heimischen Malarbeit.
Christine Hellebrand bei einer heimischen Malarbeit. FOTO: Steffen Rasche/str1
Niemtsch. Christine Hellebrand aus Niemtsch ist eine engagierte Ehrenamtlerin. Seit zwei Jahrzehnten bereits wirkt die jetzt 63-Jährige im Niemtscher Bürgerverein mit. str1/br

Nachdem sie 2004 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand trat, hat sie für das Ehrenamt noch mehr Zeit, denn: "Ich will nicht nur zu Hause putzen." Beruflich war Christine Hellebrand als Friseurin und Fachverkäuferin tätig gewesen.

Im Bürgerverein war sie viele Jahre Kassiererin und hat dessen Laufgruppe ins Leben gerufen. Seit mehreren Jahren leitet sie auch den Malzirkel, dessen Ergebnisse ständig im Bürgerhaus Niemtsch zu besichtigen sind. "Malen ist meine Leidenschaft und Entspannung für mich", sagt Christine Hellbrand. Landschaften rund um Niemtsch, aber auch aus der Toskana bringt sie mit Öl-, Acryl- und Aquarellfarben aufs Papier. Auch Arbeiten in Schwarz-Weiß entstehen.

Doch nicht nur Bilder, sondern auch Requisiten für den Karnevalsverein, in dem sie ebenfalls Mitglied ist, entstehen unter ihren geschickten Händen. Für die Faschingsleute kocht sie zudem Suppen und spielt bei ihren Programmen mit. Beim Zampern ist sie aus gutem Grund ebenfalls dabei: "Hier lernt man die Menschen kennen und kommt mit den Niemtschern ins Gespräch", besagt Hellbrands Erfahrung.

Das Dorf-und Mühlenfest und das traditionelle Hoffest im Ort sind ohne ihren Kuchenbasar nicht vorstellbar. 50 bis 60 Kuchen organisiert sie jeweils zu den Festen. Das eingenommene Geld kommt den Aktivitäten des Bürgervereins zugute. Für diesen wünscht sich Christine Hellebrand mehr Beteiligung der jüngeren Niemtscher.

Was so alles im Ort passiert, hält Hellebrands Ehemann Ullrich (64) als Ortschronist fest. Außerdem betreuen er und seine Frau seit vier Jahren einen kleinen Jungen aus der Nachbarschaft.