(ab) Der Kälteeienbruch mit Nachtfrösten macht Winzer Andreas Wobar vom Großräschener Weinberg Sorge. Anders wie die Winzer im Elbtal, die in der Nacht zum Donnerstag auf dem Staatsweingut Schloss Wackerbarth 200 kleine, kontrollierte Feuer entfacht haben, zwingt die Kälte den Großräschener Winzer nicht zu besonderen Maßnahmen. Zum einen weisen die pilzwiderstandsfähigen Piwi-Sorten eine gewisse Frost-Toleranz auf. Die Knospen sind zwar geschwollen, der Austrieb aber noch verzögert. Zugute kommt dem Winzer auch der See als Wärmespeicher. Die kalte Luft fließt an der Steillage unterhalb der IBA-Terrassen ab und vermischt sich mit der erwärmten Seeluft. „Wahrscheinlich macht der See mehr aus als viele kleine Feuer“, sagt der Winzer. Ob es Frostschäden beim Jahrgang 2019 an den 5000 Rebstöcken gibt, wird er aber erst zur Jungweinprobe am 27. April einschätzen können.