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| 03:04 Uhr

Kälte behindert Sakristeiarbeiten

Putzen der Türwölbung in der Sakristei der Peter-Paul-Kirche.
Putzen der Türwölbung in der Sakristei der Peter-Paul-Kirche. FOTO: Gabriele Philipp/gph1
Senftenberg. Und leise Radiomusik ist vernehmbar. Letztere kündet davon, dass Handwerker zugange sind. Letzteres zaubert bei den Beratungsteilnehmern immer ein Lächeln in die Gesichter. Vor der im Bau befindlichen Sakristei spannen Planen das Sandsteinportal ab. Gabriele Philipp/gph1

Schabende Geräusche dringen an die Ohren. Im kleinen Nebenraum in der Kirche sieht es tatsächlich nach intensiven Bauarbeiten aus. Der Fußboden ist mit Matten ausgelegt. Sie schützen die handgestrichenen Steine.

Putzflecken zur Erinnerung

Die Mitarbeiter der Firma "Historische Putze" aus Nexdorf decken die Feld- und Natursteinwände mit einem dünnen Kalkinnenputz ab. Kleine Putzflecken bleiben als Reminiszenz an die Geschichte dieses besonderen Raumes der Kirche sichtbar. "Da der Naturstein sehr glatt ist und das Wasser des Putzes schlecht anzieht, müssen tiefe Stellen geglättet werden und die Kanten sauber eingeputzt sein", erklärt der verantwortliche Handwerker.

Nach der Besichtigung der ersten fertigen Flächen entsteht eine intensive Diskussion der Bratungsteilnehmer über die gefundenen Nischen. Diese sollen zugänglich gemacht und wieder benutzt werden.

Die Elektro- und die Heizungskabel sind inzwischen verlegt und Fenster repariert worden. Es fehlen noch die Putzschrägen an den Fensterbänken und der Anbau der Schwitzwasserrinnen.

Offene Fragen

Einige Fragen bleiben offen, bis die Denkmalpfleger wieder vor Ort sind. Welche Farbfassung erhalten die Wände, die Fensterläden und Heizkörper in der Feinabstimmung? Wie werden das ins Lavarium eingebaute Becken oder die zentrale Beleuchtung aussehen?

Für den Steinkonservator Hans Herbig aus Ostritz sind aber die Temperaturen von fünf bis sieben Grad Celsius in der Kirche zu niedrig, um das kleine Sandstein-Eingangsportal fertigzustellen. Der lange Winter verzögert deshalb auch die vorgesehene Fertigstellung der Sakristei. Wenn aber alle Putz- und Maurerarbeiten beendet, Schmutz und Staub entfernt sind, können Heizkörper, Schränkchen in die Nischen und die Holztür eingebaut werden. Dann ist es nicht mehr weit, bis Möbel den Raum verzieren und er benutzbar ist.

Respekt für Handwerker

Architekt Klaas Fiedler hat die nächsten Abstimmungstermine schon im Kopf. Er wird aber auch zum Schluss der Beratungen immer wieder von Fragen aufgehalten, die er mit den Denkmalpflegern, der Kirchengemeinde, Handwerkern oder Restauratoren zu klären hat. Es ist auch seine Aufgabe, die Finanzen im Blick zu behalten und zu sparen, wo immer es geht.

Mit Erleichterung verlassen die Bauberatungsteilnehmer die Kirche: zum einen, weil die Arbeiten in vollem Gang sind und zum anderen, um die eiskalten Füße und Hände aufzuwärmen. Ihr Respekt gilt den Handwerkern, die mit allen Wettersituationen umgehen müssen.