Der neue Jahrgang ist in den Flaschen, die Premiere des Rosé „Johannes“ war seit Monaten vorbereitet. Schweren Herzens hat die Großräschener Winzerfamilie Wobar wegen der Corona-Krise die lange geplante Jungweinprobe am 21. März 2020 auf den IBA-Terrassen absagen müssen.

„Oft macht das Wetter die schönsten Pläne am Weinberg zunichte. Diesmal ist es das Corona-Virus“, so Winzer Andreas Wobar. Er hatte die ersten Flaschen des neuen Rosé vom Großräschener Weinberg erst am 18. März aus dem sächsischen Keller Prinz zur Lippe geholt.

Weinbergführungen gibt es in Großräschen erst im Herbst

Einen neuen Termin für das Nachholen der moderierten Jungweinprobe gibt es indes noch nicht. Corona hat auch das kulturelle Leben am Weinberg ausgebremst. Das musikalisch-literarische Programm in der Weinscheune am 22. April ist gleichsam abgesagt. Ob der Deutsche Weinwandertag Ende April stattfinden kann, ist noch offen. Zahlreiche für März und April bereits gebuchte Weinbergführungen sind inzwischen auf den Herbst umgebucht, wie Winzergattin Cornelia Wobar bestätigt.

Der erste Großräschener Rosé leuchtet in Pink

Wann und wo der rosafarbene „Johannes“ nun genau probiert werden kann, ist auf der Website des Winzers unter www.weinbauwobar.de im aktuellen Update zu erfahren. Die Neuheit vom steilsten Weinberg Brandenburgs stammt aus den weißen Trauben des Johanniter, verwöhnt mit einem Schuss des roten Pinotin. Er sorgt für das leuchtende Pink des ersten Rosé aus Großräschen.

Der erste Rosé vom Großräschener Weinberg trägt den schwungvollen Namen „Johannes“. Die Jungweinprobe, auf der er vorgestellt werden sollte, fällt jetzt Corona zum Opfer.
© Foto: Andreas Wobar

Trotz fehlender Jungweinprobe ist Winzer Andreas Wobar schon arbeitsreich ins neue Weinjahr gestartet. Mit dem Rebschnitt seiner 5000 Stöcke legt er die Grundlage für eine üppige Ernte im Herbst.