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| 21:03 Uhr

Feuerwehr-Nachwuchs für den Landkreis OSL
Jugendfeuerwehr im Aufwind

An zahlreichen Ständen mussten die kleinen Nachwuchs-Feuerwehrkameraden ihre Kenntnisse unter Beweis stellen und haben dabei auch viel Neues gelernt.
An zahlreichen Ständen mussten die kleinen Nachwuchs-Feuerwehrkameraden ihre Kenntnisse unter Beweis stellen und haben dabei auch viel Neues gelernt. FOTO: Mirko Sattler
Lauchhammer. In Lauchhammer haben am Wochenende Nachwuchskameraden ihr Können gezeigt. Von Mirko Sattler

Dass sich die Nachwuchsarbeit bezahlt macht, darauf kann Kreisjugendfeuerwehrwart Fred-Hagen Karzenburg stolz sein. „Seit ungefähr sieben  Jahren geht es mit der Jugendfeuerwehr bergauf. Zum Jahresanfang zählte die Jugendfeuerwehr im Landkreis Oberspreewald-Lausitz genau 907 Mitglieder“, sagt der Chef aller Jugendfeuerwehrkameraden im Landkreis.

Ein Grund für den stetigen Anstieg ist die Herabsetzung des Eintrittsalters in die Feuerwehr. Konnte man früher erst mit zehn Jahren der Jugendfeuerwehr beitreten, so geht es heute schon im Alter von sechs. Daher bilden immer mehr Wehren sogenannte Kinderfeuerwehren. Die Verteilung  der Jugendfeuerwehren ist nach Aussage von Fred-Hagen Karzenburg abhängig von der Einwohnerzahl. „Im Norden haben wir die Stadt Lübbenau, die eine starke Jugendfeuerwehr hat, im Süden ist es Ruhland. Im Großen und Ganzen hält es sich die Waage“, sagte der Kreisjugendfeuerwehrchef, der ein ehrgeiziges Ziel verfolgt: Im Jahr 2020 soll die 1000er-Marke übersprungen sein.

Neben dem Eintrittsalter sind es auch viele Maßnahmen, die der Kreisfeuerwehrverband unterstützt. „Wir stellen Flyer und Infomaterial vom Landesverband für die Werbung zur Verfügung. Des Weiteren bringt sich der Kreisfeuerwehrverband bei zentralen Projekten ein, wie es zum Beispiel das jährliche Jugendzeltlager der Feuerwehren ist,  die 24 Stunden-Dienste, wo schon die Nachwuchsfeuerwehren simulierte Echteinsätze bewältigen müssen oder  in Wettkämpfe“, so Karzenburg weiter. Die zwei Omnibusse, die vor Jahren einmal mit großflächiger Werbung für die Jugendfeuerwehr durch den Landkreis gefahren sind, gingen auf eine Initiative der Sparkasse zurück.

Feuerwehren im Landkreis akquirieren Nachwuchs über vermehrte Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten.   „Teilweise gibt es Kooperationsverträge mit den Schulen und Kindergärten. Hier zeigen die Kameraden vor Ort den richtigen Umgang mit Feuer und unterrichten in Brandschutzerziehung. So wecken sie gleichzeitig auch das Interesse an der Feuerwehr“,  erläutert der Kreisjugendfeuerwehrwart.

Eine gute Jugendarbeit ist das eine. Doch diese Jugendlichen später in die Einsatzabteilung zu bringen das andere. „Bei der Übernahme in den aktiven Dienst kann der Kreisfeuerwehrverband wenig machen. Ein Problem mit Ausbildungsplätzen besteht momentan nicht in der Region Süd-Brandenburg.   Die Ausbildungsplatzsituation ist gut. Meiner Meinung nach müssten Firmen mehr auf die Jugendlichen zugehen und für das Gute einer Mitglied­schaft in der Feuerwehr werben“, meint der Jugendfeuerwehrchef.
Im Netzwerk „Fit für den Einsatz“ arbeiten übrigens mehr als zehn Partner mit dem Kreisfeuerwehrverband zusammen, die den Feuerwehrkameraden jedes Alters Ermäßigungen auf ihre Eintrittspreise versprechen. Für ihre Leistungen in der Jugendfeuerwehrarbeit zeichnete der Kreisjugendfeuerwehrwart im Auftrag der Landesjugendwehr Brandenburg zwei Jugendwarte aus Lauchhammer mit dem Ehrenabzeichen der Landesjugendfeuerwehr in Silber (Marco Kleinichen) und in Bronze (Thomas Englich) aus.

In Lauchhammer haben am vergangenen Wochenende 64 Jugendfeuerwehrkameraden erlebnisreiche Zeltlager-Tage im Schlosspark verbracht. Zu Gast hatten sie auch 16 Jugendliche aus der Partnerjugendfeuerwehr Gelsenkirchen. Glich der Freitag noch mit Kutschfahrten, Radtouren und Baden einem Urlaubstag, so galt es am Samstagvormittag im Rahmen eines Ausbildungstages altes Wissen aufzufrischen und neues zu erlernen.

Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Öffentlichkeitsarbeit der Jugendfeuerwehr. Bei einem Tag der Jugendfeuerwehr präsentierten die Nachwuchsfloriansjünger ihr Können in einer Vorführung mit dazugehöriger Technikschau.
Im Zweijahresrhythmus veranstaltet die Jugendfeuerwehr Lauchhammer dieses beliebte Zeltlager und den 24-Stunden-Dienst für Jugendliche. Für das Zeltlager in diesem Jahr gab es Unterstützung von Lauchhammeraner Firmen und Vereinen sowie vom Technischen Hilfswerk aus Senftenberg, das ein Unterkunftszelt zur Verfügung gestellt hat.