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| 19:02 Uhr

Jugendtradition
Jugendfastnachts-Rekord in Lindenau

Traditionell holen die Männer die Frauen für den Festumzug ab und übergeben dabei die Blumen zum Anstecken. In diesem Jahr waren es rote Rosen. Stiefe Rosenbaum übergibt diese hier seiner Partnerin Elisa.
Traditionell holen die Männer die Frauen für den Festumzug ab und übergeben dabei die Blumen zum Anstecken. In diesem Jahr waren es rote Rosen. Stiefe Rosenbaum übergibt diese hier seiner Partnerin Elisa. FOTO: Rudolf Kupfer / Kupfer Renate
Lindenau. Schon lange nahmen nicht mehr so viele Paare an der Lindenauer Traditionsveranstaltung teil wie in diesem Jahr. Von Rudolf Kupfer

Das Wochenende hat in Lindenau ganz und gar der Jugend gehört. Ausgelassen und der Tradition folgend feierten die jungen Leute ihre Jugendfastnacht. Bis 1870 reicht diese Fastnachtstradition zurück - wie es Unterlagen im Dorf belegen.

In diesem Jahr gab es mit 35 Paaren einen schon lange nicht mehr erreichten Teilnehmerrekord, freut sich Lucas Magister vom Lindenauer Jugendclub. Bei ihm liefen alle organisatorischen Fäden zusammen. Auf Fotos von 1920 können vergleichsweise 24 junge Paare ausgemacht werden. Damals organisierte der Jugendverein dieses Fest.

Das hat sich seither auch nicht verändert. Während es Freitagabend einen fast 100 Meter langen Festumzug durch das Dorf gab, hielt eine Foto-Drohne das Ereignis aus luftiger Höhe für eine geplante Foto-CD fest. Allerdings mussten die jungen Damen die Vielfalt ihrer Festgarderobe bei minus fünf Grad mit dicken Jacken verhüllen.

Am Sonnabend stand das sechs­stündige Zampern durch den Ort auf dem Plan - dort waren dann alle in lustigen Kostümen gut gegen die Kälte verpackt. Eine eigens fürdas Zampern gebaute fahrbare Disco sorgte für Stimmung. Sie wurde von einem mitgeführten Notstromaggregat gespeist. Weiterhin sorgten eine Blaskapelle aus Kroppen, der Spielmannszug aus Hirschfeld und eine weitere Disco für eine gelungene musikalische Gestaltung des gesamten Treibens zur 2018er Auflage der Lindenauer Jugendfastnacht.

Aus Schwarzheide war Renate Lehmann angereist. Sie hatte selbst vor fast 50 Jahren bei den Jugendfastnachts-Veranstaltungen in Lindenau mitgemacht. Sie brachte es auf den Punkt. „Damals wie heute ist das für junge Leute ein unvergessliches Erlebnis. Mindestens einmal im Leben sollte jeder mitmachen“, sagt sie. Sie freut sich, dass in diesem Jahr ihr Enkel in ihre Fußstapfen getreten ist und in Lindenau dabei war.

Lucas Magister und seine Mitstreiter freuten sich jedenfalls über das gelungene Fest, das allen Vergleichen mit den Vorjahren standhält.