| 02:32 Uhr

Johannes Berger

FOTO: Herbig
Beruf: Lehrer Wählergruppe: Freie Wähler Geburtsjahr: 1954 Wohnort: Bad Liebenwerda/Lausitz Was die Lausitz am dringendsten braucht: Verlässlichkeit. Der Wahlkreisabgeordnete muss für die Bürger, die ihn gewählt haben, vor Ort sein.

Seine Arbeit ist die Lausitz. Deshalb möchte ich meine politischen Ehrenämter in der Stadt und im Kreis auch behalten. Denn ich muss wissen, was hier los ist, direkt erreichbar sein und ohne mehrere hundert Seiten Parteiprogramm mit gesundem Menschenverstand für die Bürger arbeiten.

Was die Lausitz überhaupt nicht braucht: die Unzuverlässigkeit der vergangenen 27 Jahre.

Wofür ich mich besonders stark machen will: für eine gute Infrastruktur, eine starke Landwirtschaft und eine vernünftige Energiewende.

Was ich unbedingt verändern will: Wir brauchen Sicherheit für die Zukunft und dafür auch eine Energiewende in Europa. Es kann nicht sein, dass die Großen von Abgaben befreit werden und die Kleinen zahlen müssen. Der Mittelstand ist das stärkste wirtschaftliche Standbein Deutschlands - und soll das auch bleiben können.

Mit oder ohne Kohle - wie sieht die wirtschaftliche Zukunft der Lausitz aus: Wir brauchen die Kohle. Der Rohstoff ist nicht von heute auf morgen verzichtbar. Um den Abbau zu beenden, muss klar sein, was danach kommt. Die Lausitz ist eine Kohleregion. Daran hängen Arbeitsplätze und Perspektiven für junge Leute.

Wie ist Ihre Vision von der Lausitz 2030: Von blumigen Visionen halte ich nichts. Wir müssen uns als Region mit Mut und Bedacht für die Zukunft aufstellen. Dafür brauchen wir keine von oben verordneten Reformen wie Kreiszusammenschlüsse. Das können wir selbst - und die Kurstadtregion macht das vor. Vier Städte nutzen ihre Gestaltungsmöglichkeiten gemeinsam. Das wollen alle, und wir werden deshalb auch Erfolg haben - ohne dass die Bürger in unübersichtliche Verwaltungsstrukturen stolpern. Ansprechpartner vor Ort und damit Bürgernähe sind wichtig und machbar. Und das motiviert auch die Menschen zu bleiben.

Ihre wichtigsten Ziele im Bundestag: Mit der Nähe zum Wahlkreis und den Bürgern will ich die Lebensrealität in den Mittelpunkt der Bundespolitik rücken und damit Vertrauen schaffen. Dafür ist kein Bundesparteiprogramm nötig. Politik muss nur wirklich mit dem Blick auf die Interessen der Menschen gemacht werden.