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Jede Kritik wurde im Keim erstickt

Annegret Mattusch schreibt zu "Schlechte Noten für die Inklusion" (LR vom 24. April): Eigentlich hat es mir am Freitagmorgen beim Lesen des Artikels über die Inklusion die Sprache verschlagen.

Doch nun muss ich meinem Herzen Luft machen.

Schon die Überschrift: "Schlechte Noten für die Inklusion" ist irreführend! Nicht die Inklusion muss dieses Urteil erhalten, sondern diejenigen, die im Eilzugtempo versuchen, sie durchzusetzen, um sich (wo auch immer) zu profilieren und dabei weder an die finanziellen noch personellen Bedingungen denken!

Bei den vielen Diskussionen über den möglichen Weg wurden die Bedenken der Beteiligten (Eltern, Schüler, Lehrer) mit einer Ignoranz vom Tisch gefegt, dass einem die Spucke wegblieb. Noch im vorigen Jahr saßen wir in Senftenberg mit kompetenten Vertretern von Parteien und Organisationen (z. B. dem Behindertenverband) und Frau Theiss zusammen, wobei der einstimmige Tenor war, dass die Vor aussetzungen für die Inklusion in der angedachten Form und Zeitspanne nicht gegeben sind - nur Frau Theiss war nicht dieser Meinung! Und jetzt, wo alle Messen gelesen sind, das Ende der Förderschulen besiegelt ist, da gibt sie öffentlich zu, dass große Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Ziele zu befürchten sind. Vor Jahresfrist las man von unserer Meinung nichts in der LR.

Jede Kritik an der Durchsetzung der EU-Richtlinie wurde im Keim erstickt, Probleme, die selbst die Modellschulen hatten, wurden ignoriert bzw. totgeschwiegen, auf Hinweise und Erfahrungen des Landeselternrates hat keiner gehört. Haben die Verantwortlichen ein einziges Mal an die Schüler gedacht? Wie sollen sie den Leistungsanforderungen denn gerecht werden, wenn eine individuelle Förderung kaum machbar ist? Das Problem haben ja nicht nur die Kinder mit erhöhtem Förderbedarf, sondern auch die, die mal ans Gymnasium wollen und eben auch eine entsprechende Förderung bekommen sollten! Es ist leider schon 5 nach 12, doch sollten sich die Verantwortlichen von Parteien, der Regierung und den Schulämtern endlich zusammensetzen und schnellstens über mögliche Alternativen beraten, damit allen Kindern das gleiche Recht auf bestmögliche Bildung zugestanden wird.

Gelungener Abend beim Turmfeuer

Heike und Rainer Pickhardt schreiben zur Berichterstattung von der Premiere der Seenlandtagen (LR vom 27. April):Ich, Rainer Pickhardt, war selbst mit dem Fahrrad von Schwarzheide aus (22km) bei der "Trockenübung Schiffstunnel Ilse Kanal". Hatte Volksfestcharakter mit ausgezeichneter Organisation. Info-Stand, Versorgung, Fototermin und imposantes Bauwerk. Gelungene Veranstaltung.

Für den Abend hatte ich meine Frau Heike zur "Leuchtenden Premiere" am Rostigen Nagel per Auto eingeladen. (. . .)

Der Zustrom war überraschender Weise riesig. Parkmöglichkeiten wurden diszipliniert entlang der Zufahrt genutzt.

Der Vorplatz vom Rostigen Nagel war liebevoll hergerichtet und voll gegen 20 Uhr. (. . .)

Die Musik-Lichtschau-Turmfeuer ab 21.15 Uhr nahm auch ich aus der Reihe der Imbisswartenden (ca. 40 min auf einen Kaffee und eine Cola) in Augenschein.

Die meisten Wartenden nahmen den Andrang gelassen hin. Später (22.15 Uhr) konnten meine Frau und ich uns in einen der freigewordenen Liegestühle das Turmfeuer ansehen.

Merklich viele Besucher hatten das Gelände, sicher auch Enttäuschte, verlassen.

Ob es noch einen Höhepunkt gegen 23 Uhr gegeben hat wissen wir nicht. Zufrieden mit dem Abend haben wir gegen 22.40 Uhr die Heimfahrt angetreten.