Diese frönen in fünf Sektionen (Fußball, Wintersport, Orientierungslauf, Frauengymnastik, Karneval) sowie in diversen Breitensportgruppen ihrem individuellen Freizeitvergnügen. Auch Zuwanderer und Aussiedler sind auf dem örtlichen Sportplatz in der Mühlenstraße keine fremden Gäste mehr.
Maßgeblich eingefädelt hat dies vor 13 Jahren der 52-jährige Vereinschef höchstpersönlich. Sedlitz wurde kurz nach der Wende Standort für ein Asylbewerber-, später auch für ein Aussiedlerheim. „Schon früh haben wir die ersten Kontakte dorthin geknüpft“ , hält Maintok Rückschau. Der Fußballtrainer erinnert sich: Mit der Verstärkung von drei eingewanderten Kickern aus Rumänien gelang den Blau-Weißen vor elf Jahren der Aufstieg in die Männer-Kreisliga. „Durch den Einzug der Aussiedler konnten wir ein Jahr danach bei den D-Junioren das einzige Mal seit 1990 ein Nachwuchsteam in den Ligabetrieb schicken“ , erzählt Maintok.
Seit Anfang Mai hat der Vereinschef auf dem Trainingsrasen wieder eine Kindermannschaft mit sechs Zuwandererkindern unter seinen Fittichen. Im Frühjahr und im Herbst finden auf dem Sedlitzer Sportfeld traditionell große Integrationssportfeste statt. Im Sommer organisiert das Blau-Weiß-Team für Aussiedlerkinder ein Ferienlager in der vereinseigenen Sportbaude in Geising (Osterzgebirge). Unterstützt und finanziell gefördert wird die Projektarbeit durch die Brandenburgische Sportjugend. Vereinschef Maintok will nicht locker lassen: „Das Integrationsprojekt hat unseren Verein sportlich und menschlich weitergebracht.“