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Ingo Weidelt

FOTO: privat
Beruf: Informatiker Partei/Wählergruppe: Bürgerkandidaten – für Gemeinwohl und Volksentscheid Geburtsjahr: 1979 Wohnort: Lindenau Was die Lausitz am dringendsten braucht: Wir brauchen junge Familien mit guten Jobs, die die Lausitz beleben und voranbringen, eine Familienpolitik, die Fachkräfte in die Lausitz zurückholt und gut ausgebildete Jugendliche hier hält. Es sollte sich niemand gezwungen sehen, seine Heimat zu verlassen, weil er nur anderswo Arbeit findet.

Und das Geld sollte kein Hindernis sein, um eine Familie zu gründen. Ich möchte gemeinsam mit den Leuten herausfinden, was sie brauchen, um hier zu bleiben.

Was die Lausitz überhaupt nicht braucht: die Ankündigung eines weiteren Strukturwandels, nachdem der letzte durch die Wiedervereinigung ausgelöste noch immer nicht umgesetzt wurde.

Wofür ich mich besonders stark machen will: Ich möchte vor jeder Entscheidung im Parlament die Meinung der Bürger einholen und mich nach dieser in der Abstimmung richten. Die Einführung von Bürgerräten, die die Entscheidungen der Abgeordneten parallel prüfen, wäre ein guter Anfang.

Was ich unbedingt verändern will: Die Kommunen sollen mehr Freiheiten erhalten und nicht so viel Diktat durch die Landesregierung. Unsere Gemeinde muss Winterdienstgebühren erheben, deren Verwaltung mehr Geld kostet, als eingenommen wird, weil es von oben her beschlossen wurde. Es darf hier auch nur eine bestimmte Anzahl an neuen Häusern gebaut werden. Solche Entscheidungen sollen die Kommunen mit ihren Bürgern allein treffen.

Mit oder ohne Kohle - wie sieht die wirtschaftliche Zukunft der Lausitz aus: Kohle ist ein heimischer Rohstoff ohne die Risiken der Kernenergie. Mit Ausbau der erneuerbaren Energien wird sie bald nicht mehr gebraucht, und die Erneuerbaren schaffen ebenso Arbeitsplätze und Zukunftstechnologien. Kohle ist zu wertvoll zum Verbrennen. Als chemischer Grundstoff kann sie für viele Produkte eingesetzt werden, die derzeit aus importiertem Öl hergestellt werden.

Wie ist Ihre Vision von der Lausitz 2030: Wir werden der erste Wahlkreis, in dem direkte Demokratie umgesetzt und gelebt wird. Hier werden alle interessierten Bürger in die Entscheidungen einbezogen.

Ihre wichtigsten Ziele im Bundestag: den Fraktionszwang überwinden und Entscheidungen im Sinne der Bürger auf den Weg bringen und diese nicht aus Partei- oder Lobbyinteressen zu blockieren.