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| 15:23 Uhr

Senftenbergs Lebensretter sind jetzt schneller beim Patienten
Weil Sekunden Leben retten

 So geht Unterricht bei Praxisanleiter und Notfallsanitäter  Markus Trybowksi. Im Rettungswagen übt er zwischen zwei Einsätzen mit Azubi Anna-Sophia Klemm aus Kleinkoschen noch letzte Handgriffe vor der Abschlussprüfung im August.
So geht Unterricht bei Praxisanleiter und Notfallsanitäter  Markus Trybowksi. Im Rettungswagen übt er zwischen zwei Einsätzen mit Azubi Anna-Sophia Klemm aus Kleinkoschen noch letzte Handgriffe vor der Abschlussprüfung im August. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE
Senftenberg. Noch schneller beim Notfall-Patienten: Der 2-Millionen-Neubau der Rettungswache in Senftenberg beendet die Raumnot für die 33 Retter. Was aber noch mehr zählt: Sie kommen jetzt noch schneller beim Patienten an. Von Andrea Budich

Sie arbeiten auf der Überholspur. Mathias Weigelt, Markus Trybowski und Katrin Garand sind Rettungs- und Notfallsanitäter in der Rettungswache Senftenberg. Es gibt Tage, an denen sie nur wenige Augenblicke zum Verschnaufen haben. Denn in der Rettungswache ist rund um die Uhr Alarm. Ein Fulltime-Job für die 33 Retter um ihren Chef René Märten.

Ein 15 Einsätze-Marathon bei einer 24-Stunden-Schicht - das sind die ganz fetten Tage. Die Alarm-Meldeempfänger tragen Notarzt, Rettungsassistenten, und Notfallsanitäter am Gürtel oder in der Hosentasche. Wenn sie piepen, wenn der Monitor den nächsten Einsatzort farbig anzeigt, die Lautsprecheransage anspringt und das Alarmfax rattert, dann zählen nur noch Sekunden. Die Kaffeetasse bleibt stehen. Das Einstellen der Defibrillatoren, das Desinfizieren der Tragen, das Reinigen der Wagen - alle Tagesaufgaben bleiben schlagartig liegen. Vom Aufenthaltsraum und den Ruheräumen sind es nur wenige Schritte bis zur Fahrzeughalle. Rettungssanitäter Mathias Weigelt springt als erster auf den Fahrersitz. Per Fernbedienung öffnet der 36-Jährige das Garagentor. Während das Tor hochfährt, klappen auch bei Notfallsanitäter Markus Trybowksi und bei Azubi Anna-Sophia Klemm die Türen. Was sie draußen erwartet, wissen sie nicht.

 Im Notfall zählt jede Sekunde. Bei den kurzen Wegen in der neuen Rettungswache sitzen die  Notfallsanitäter  binnen weniger Sekunden  im Rettungswagen. Vom Aufenthaltsraum bis zur Garage sind es nur wenige Schritte. Die Rolltore springen automatisch auf. Blaulicht an - und ab geht es.
Im Notfall zählt jede Sekunde. Bei den kurzen Wegen in der neuen Rettungswache sitzen die  Notfallsanitäter  binnen weniger Sekunden  im Rettungswagen. Vom Aufenthaltsraum bis zur Garage sind es nur wenige Schritte. Die Rolltore springen automatisch auf. Blaulicht an - und ab geht es. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE
 Im Notfall zählt jede Sekunde. Bei den kurzen Wegen in der neuen Rettungswache sitzen die  Notfallsanitäter  binnen weniger Sekunden  im Rettungswagen. Vom Aufenthaltsraum bis zur Garage sind es nur wenige Schritte. Die Rolltore springen automatisch auf. Blaulicht an - und ab geht es.
Im Notfall zählt jede Sekunde. Bei den kurzen Wegen in der neuen Rettungswache sitzen die  Notfallsanitäter  binnen weniger Sekunden  im Rettungswagen. Vom Aufenthaltsraum bis zur Garage sind es nur wenige Schritte. Die Rolltore springen automatisch auf. Blaulicht an - und ab geht es. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE

„Sobald du das Auto betrittst, musst du funktionieren“, sagt Markus Trybowksi. Überraschungen inbegriffen. Am Dienstag zum Beispiel. Da war im Funkspruch von einer unklaren Lage die Rede. Ein Auto soll sich bei Hörlitz überschlagen haben, der Fahrer ist flüchtig. Vor Ort angekommen, ist dann alles ganz anders: Der Fahrer ist schwer eingeklemmt.

 11.51 Uhr - der nächste Rettungswagen braust davon. Im Senftenberger Stadthafen ist eine Person von der Treppe gestürzt. Nur wenige Sekunden nach der Alarmierung rollt der Einsatzwagen vom Hof. Was die Notfallsanitäter genau erwartet, wissen sie in diesem Moment noch nicht.
11.51 Uhr - der nächste Rettungswagen braust davon. Im Senftenberger Stadthafen ist eine Person von der Treppe gestürzt. Nur wenige Sekunden nach der Alarmierung rollt der Einsatzwagen vom Hof. Was die Notfallsanitäter genau erwartet, wissen sie in diesem Moment noch nicht. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE
 11. 51 Uhr - der nächste Rettungswagen braust davon. Im Senftenberger Stadthafen ist eine Person von der Treppe gestürzt. Nur wenige Sekunden nach der Alarmierung rollt der Einsatzwagen vom Hof. Was die Notfallsanitäter genau erwartet, wissen sie in diesem Moment noch nicht.
11. 51 Uhr - der nächste Rettungswagen braust davon. Im Senftenberger Stadthafen ist eine Person von der Treppe gestürzt. Nur wenige Sekunden nach der Alarmierung rollt der Einsatzwagen vom Hof. Was die Notfallsanitäter genau erwartet, wissen sie in diesem Moment noch nicht. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE

Vom eingerissenen Finger bis zur Wiederbelebung - alles kann die Männer und Frauen draußen erwarten. Nicht zu wissen, was der Tag bringt, genau das ist aber das Reizvolle an ihrem Job. Dabei gibt es auch immer wieder Tage, die an die Nieren gehen, die einfach nur runterziehen. Bei Sprücheklopfern, die die Rettungsarbeiten behindern und beleidigen, musste Markus Trybowksi auch schon mal richtig laut werden. Nicht ganz einfach ist das Fahren mit Blaulicht und Martinshorn. Wann die Sondersignale eingeschalten werden, entscheidet Rettungssanitäter Mathias Weigelt, der in seinem Team hinterm Steuer sitzt. Heikle Situationen hat er dabei schon oft erlebt. Wenn bei den Autos vor ihm die Bremslichter angehen, hinten aber nicht. „Dann weiß ich, der hat uns nicht gehört“, erzählt der junge Mann aus Elbe-Elster, der seit sechs Jahren zur Mannschaft der Rettungswache gehört.

Immer auf dem Sprung zu sein, das gehört für Katrin Garand seit knapp 20 Jahren zum Job. Für Senftenbergs Retter haben sich diese Sprünge mit der Inbetriebnahme der neuen Rettunsgwache deutlich verkürzt. Früher, in der Krankenhausstraße, mussten die Retter bei Alarm umständlich erst über Treppen und dann über den Hof, bevor sie in die Autos springen konnten. Im neuen Domizil im Gesundheitsspeicher vis a vis vom Krankenhaus sind die Wege kurz, die Rettungswagen stehen startklar in Sichtweite. Alles geht wesentlich schneller. Das kann im Notfall, wenn Minuten über Leben und Tod entscheiden, die Rettung sein. Verlorene Zeit kann sich hier niemand leisten.

 So geht Unterricht bei Praxisanleiter und Notfallsanitäter  Markus Trybowksi. Im Rettungswagen übt er zwischen zwei Einsätzen mit Azubi Anna-Sophia Klemm aus Kleinkoschen noch letzte Handgriffe vor der Abschlussprüfung im August.
So geht Unterricht bei Praxisanleiter und Notfallsanitäter  Markus Trybowksi. Im Rettungswagen übt er zwischen zwei Einsätzen mit Azubi Anna-Sophia Klemm aus Kleinkoschen noch letzte Handgriffe vor der Abschlussprüfung im August. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE