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| 19:32 Uhr

Straßenbeleuchtung
In Senftenberg gehen immer mehr LED-Lichter auf

Die Briesker Straße in Senftenberg ist bereits mit moderner LED-Straßenbeleuchtung ausgestattet. Foto: Steffen Rasche
Die Briesker Straße in Senftenberg ist bereits mit moderner LED-Straßenbeleuchtung ausgestattet. Foto: Steffen Rasche FOTO: Steffen Rasche
Senftenberg. Auf dem Rad- und Fußweg zwischen der Briesker Straße in Senftenberg und dem Ortsteil Niemtsch tappen Passanten jedoch im Dunkeln.

Bei Dunkelheit sind Fußgänger, die den Rad- und Fußweg zwischen Briesker Straße und Niemtsch nutzen, gut beraten, sich für die 1000 Meter Kreisstraßen begleitenden Weg mit Taschenlampe oder Handy auszurüsten. Das wird sich auch nicht ändern. Denn da die Niemtscher Bürger alle infrastrukturellen Einrichtungen, wie Einkaufsmöglichkeiten, Schulen oder Ärzte über den beleuchteten Elsterdamm erreichen können, ist eine Fortführung der Radwegbeleuchtung entlang der Kreisstraße bis zur Briesker Straße nicht vorgesehen, teilt dazu Stadtsprecher Andreas Gröbe auf RUNDSCHAU-Nachfrage mit.  Er informiert, dass Straßenbeleuchtung in der Regel innerhalb geschlossener Ortschaften errichtet werde. Die öffentlichen Straßen, die Wohn- und Gewerbegebiete erschließen, würden gleichfalls beleuchtet. Das betreffe jedoch nicht jeden zusätzlichen Verbindungsweg. Wichtig sei, dass Wohn- und Gewerbestandorte über beleuchtete Straßen erreichbar sind. Das sei aber nicht immer der kürzeste Weg.

Hoffnung gibt es jedoch für den Parkplatz entlang der Seestraße in Niemtsch. „Die Seestraße gehört zum öffentlichen beleuchteten Straßennetz. Hier sieht die Stadt Senftenberg noch Handlungsbedarf für eine ausreichende Beleuchtung“, räumt Stadtsprecher Andreas Gröbe ein.

Und es gibt auch bereits fest geplante Vorhaben. So soll in diesem Jahr die Erneuerung der Beleuchtungsanlagen im Zusammenhang mit komplexen Straßenausbauten der L 58 in Hosena, des Dorfangers in Großkoschen und der August-Bebel-Straße in Senftenberg beginnen. Einzelanlagen entstehen laut Gröbe an der Gartenstraße in Brieske und an der Oststraße in Hosena.

Die neuen Beleuchtungsanlagen würden inzwischen alle mit LED-Leuchten geplant. Erstmals wurden solche Energie sparenden Beleuchtungen im Jahr 2011 an der Hoynstraße in Senftenberg errichtet. Zur Energieeinsparung erfolgte seitdem auch die Umrüstung bestehender Anlagen. Das betreffe den Elsterdamm in Senftenberg und die Gartenstadt Marga mit insgesamt 160 Leuchten. Zurzeit seien 18 Prozent der Senftenberger Straßenleuchten mit Energie sparenden Leuchtmitteln ausgerüstet. Dieser Anteil werde sich durch Neuanlagen aber auch weitere Umrüstungen bestehender Leuchten stetig erhöhen. Dadurch, so Gröbe, würden nicht nur der Stromverbrauch, sondern auch der CO²-Ausstoß und damit die Kosten für die Stadtkasse gesenkt.

Im vorigen Jahr beliefen sich die Stromkosten auf 270 000 Euro. Das seien 16 000 Euro mehr als 2011. Dazu erklärt Gröbe: „Bei einer Stromkostensteigerung um zwölf Prozent gegenüber 2011 und einer Anlagenerweiterung um 84 Lichtquellen ist das durchaus positiv zu werten. Mit den aktuell 3806 Straßenleuchten ist der Stromverbrauch gegenüber dem Jahr 2011 um 87 000 Kilowattstunden gesunken. Wäre diese Menge ebenfalls verbraucht worden, hätte die Stadt im vorigen Jahr 20 000 Euro mehr zu bezahlen gehabt.“

Doch nicht nur Strom-, sondern auch Wartungskosten für die im Eigentum der Stadt befindliche Straßenbeleuchtung fallen an. Jährlich werden dafür 160 000 Euro benötigt. Die Stadt hat laut Andreas Gröbe seit 16 Jahren einen Wartungsvertrag mit der Stadtwerke Senftenberg GmbH. Er beziehe sich auf die Kernstadt Senftenberg sowie die Ortsteile Brieske, Niemtsch, Peickwitz, Sedlitz und Hosena. Zum 1. Juli vorigen Jahres kam auch die Straßenbeleuchtung im Ortsteil Großkoschen dazu. Die Beleuchtungen im Gebiet des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg betreibe dieser eigenständig.

Und wenn es mal nicht dort leuchtet, wo es vorgesehen ist? Beleuchtungsausfälle werden über das Maerker-Portal, per E-Mail oder telefonisch gemeldet, erinnert Andreas Gröber. In der Regel werde sehr zeitnah, in ein bis drei Tagen repariert. Ausnahmen bildeten Fehler an Kabel- oder Steuerungsanlagen. Dort hänge die Zeitspanne von der Lieferung der Ersatzteile und von den Tiefbauarbeiten ab. Im vorigen Jahr seien 116 Reparaturen an Straßenlampen durchgeführt worden.