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In Kleinleipisch fehlt eine Arztpraxis

Im Gespräch mit der Seniorenbeauftragten und interessierten Bürgern nimmt Bürgermeister Roland Pohlenz wichtige Hinweise mit.
Im Gespräch mit der Seniorenbeauftragten und interessierten Bürgern nimmt Bürgermeister Roland Pohlenz wichtige Hinweise mit. FOTO: Stadt Lauchhammer
Lauchhammer. Senioren sprechen beim Stadtrundgang durch Lauchhammer Probleme und Ideen beim Bürgermeister an. Besonders die medizinische Versorgung bewegt die Einwohner. red/abh

Bürgermeister Roland Pohlenz hat gemeinsam mit engagierten Senioren der Stadt Lauchhammer eine weitere informative Gesprächsrunde durchgeführt. Dieser Termin knüpfte an den erster Stadtrundgang an, der im Juli stattgefunden hat. Zum erneuten Treffen wurde eingeladen, um diesmal den Ortsteil Kleinleipisch aus dem Blickwinkel älterer Menschen näher zu betrachten und über Problemlagen vor Ort zu diskutieren.

Seniorenbeauftragte Carola Werner und Ortsvorsteher Reiner Winkler begrüßten die Teilnehmenden am ehemaligen Schulstandort und künftigen Ortsteilzentrum. Sie nutzten dabei die Gelegenheit, umfangreich über geplante Maßnahmen im Gebäude zu informieren. "Alle Einwohner des gesamten Ortsteils sollen hier und am neu zu gestaltenden Dorfanger ihren Mittelpunkt wiederfinden können", so Reiner Winkler. Seit der Umwandlung des einstigen Stadtteils in einen Ortsteil beobachte er die positive Entwicklung im Ort. "Damit haben sich viele Hoffnungen der Kleinleipischer erfüllt und sich Chancen in eine nachhaltig gesicherte Zukunft für Kleinleipisch ergeben", so der Ortsvorsteher weiter.

Das Dorfentwicklungskonzept sei dafür eine wichtige Basis. Bürgermeister Roland Pohlenz ergänzt, dass bei der Umsetzung der in diesem Konzept verankerten Ziele wichtig sei, auch die Belange der älteren Bürger stärker in den Fokus rücken. Er begrüße es, dass mit der Seniorenbeauftragten Carola Werner nunmehr wieder eine intensivere Seniorenarbeit möglich sei. Roland Pohlenz zieht eine positive Bilanz aus dem ersten Stadtrundgang im Sommer. Die dabei angesprochenen Probleme und Anregungen der Bürger seien zwischenzeitlich geprüft; über deren Ergebnisse will er demnächst informieren.

Schwieriges Thema ist nach wie vor die medizinische Versorgung der Kleinleipischer. "Ein zusätzlicher Busverkehr ist weder leistbar noch durch den seit kurzer Zeit in Grünewalde praktizierenden Allgemeinarzt koordinierbar", sagt Roland Pohlenz und ergänzt: "Die einzige Möglichkeit sehe man beim Fahrdienst des DRK." Gänzlich sei die Problematik mit dieser Aussage aber nicht vom Tisch. "Man wird im neuen Ortsteilzentrum Räumlichkeiten vorhalten für den Fall, dass sich die Ärztesituation vor Ort ändert oder sich ein anderes Modell der medizinischen Versorgung ergibt", erklärt der Bürgermeister.

Nach dem Rundgang durch das einstige Schulgebäude ist Bürgermeister Roland Pohlenz erfreut über das große Interesse der Senioren. Er sieht die Teilnahme der Bürger als Bestätigung dafür, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Aus diesem Grund werde es auch künftig weitere Möglichkeiten geben, bei denen Anmerkungen zur künftigen Stadtentwicklung eingebracht werden können, kündigt er an.