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| 02:44 Uhr

In der Stadt Schwarzheide bleibt es laut

Schwarzheide. Die Stadt Schwarzheide ist wie andere Gemeinden im Landkreis angehalten, den im Jahr 2008 beschlossenen Lärmaktionsplan zu aktualisieren. Sie folgt damit dem Gesetz zur Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie. Manfred Feller

Dabei geht es um den Schutz der Bewohner entlang viel befahrener Straßen. Nunmehr sind zum Beispiel Behörden und Vermieter angeschrieben worden, wie sie die Situation einschätzen und was getan werden muss.

Stark betroffen ist Schwarzheide von der die Stadt durchschneidenden Autobahn 13 und die Bundesstraße 169. Beides sind Hauptverkehrsstraßen mit mehr als drei Millionen durchfahrenden Kraftfahrzeugen im Jahr.

Deutliche Worte zu dem Lärmaktionsplan waren schon vor neun Jahren im Schwarzheider Parlament gefallen. Die Stadt musste dafür, wie andere Kommunen auch, einige Tausend Euro ausgeben. Sie konnte Forderungen erheben, jedoch ohne eine Garantie, dass auch nur eine Lärmschutzmaßnahme durch den Bund und das Land an Autobahn und Bundesstraße umgesetzt wird. "Das ist wieder ein Zeichen dafür, dass Bürokratie unnötig Geld kostet", hatte seinerzeit der Stadtverordnete Harald Podczeck (FDP) kritisiert. Bis auf die fast komplette und ohnehin überfällige Erneuerung der B 169 durch Schwarzheide und Tempo 30 für Lkw auf einem Teilstück hat sich seitdem in der Tat nichts getan.

Die Stadt habe die Lärmstraßen untersucht. Es sei zu laut. Doch die Behörden unternähmen nichts, stellt Frank Pradel, Fachbereichsleiter Bauamt, vor Abgeordneten fest. "Es ist eine Alibiveranstaltung", bedauert er.

Im Zuge des letzten Bauabschnittes der Ortsdurchfahrt ab dem Frühjahr soll in dem Bereich ab dem Ortseingang aus Richtung Brieske die Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 km/h reduziert werden, kündigt er an. Das werde den Lärm ein wenig reduzieren und die Sicherheit erhöhen. Zudem sei in Höhe der Bushaltestelle Viktoria eine Fußgängerbedarfsampel vorgesehen. Alle Hoffnungen liegen auf der Ortsumfahrung.

Genauso wichtig sei der Lärmschutz an der Autobahn. Doch dort sei nichts vorgesehen.