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| 14:50 Uhr

Erste Stadtverordnetenversammlung in Großräschen
Bergmann führt Großräschen hin zu neuen Ufern

 Das Präsidium der Stadtverordnetenversammlung Großräschen: Bürgermeister Thomas Zenker (SPD), der Chef der Ratsrunde Christoph Schmidtchen (SPD) sowie Stellvertreter Andre Lehnick (Bündis für Großräschen).
Das Präsidium der Stadtverordnetenversammlung Großräschen: Bürgermeister Thomas Zenker (SPD), der Chef der Ratsrunde Christoph Schmidtchen (SPD) sowie Stellvertreter Andre Lehnick (Bündis für Großräschen). FOTO: Kiesel/Stadt Großräschen / Kiesel
Großräschen. Christoph Schmidtchen aus Freienhufen als Chef der Ratsrunde bestätigt. Der Stuhl der AfD-Wahlsiegerin bleibt leer. Von Andrea Budich

Die Abräumerin bei der Kommunalwahl im Mai in der Seestadt Großräschen fehlte am Mittwochabend bei der Konstituierung des neuen Parlaments im Kurmärkersaal. Der Stuhl der AfD-Wahlsiegerin Nicole Kielmann – eingerahmt zwischen der  SPD- und der CDU-Fraktion  – blieb leer. „Unentschuldigt“, bestätigt Wahlleiterin und Amtsleiterin der Allgemeinen Verwaltung, Karin Neufeld.

Nicole Kielmann hat in Großrä-
schen die meisten Stimmen in der Stadt geholt. 1612 Wähler setzten ihr Kreuz hinter dem Namen der Frontfrau auf dem AfD-Wahlvorschlag. Sie ist damit Wahlsiegerin von insgesamt 73 Kandidaten.

Die Tausender-Marke in Großräschen überschritten hat außer Kielmann nur noch der SPD-Abgeordnete Wolfgang Roick mit  1302 Stimmen.

Geräuschlos und  einstimmig ist  die Wahl  des neuen Chefs der Großräschener Ratsrunde  über die Bühne gegangen. Der alte ist  dabei in Großräschen auch der neue:  Der 73-jährige  Christoph Schmidtchen (SPD)  bleibt Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Für Schmidtchen ist es bereits die fünfte Legislaturperiode, die zweite als Stadtverordnetenvorsteher. Als Betriebsdirektor  von „Sonne“ und später  bei der Bergbausaniererin LMBV tätig, will der Bergmann aus Freienhufen Großräschen zu neuen Ufern führen.

Stärkste Fraktion mit sechs Sitzen im neuen Seestadt-Parlament ist  die Fraktion Bündnis für Großräschen. Darin haben sich die Grüne Liga, die Grünen/B 90 sowie der Einzelbewerber  Andre Lehnick zusammengeschlossen. Es folgt die SPD mit fünf Sitzen. CDU und Linke  haben sich im Vergleich zur letzten Legislatur halbiert und sitzen mit jeweils zwei Abgeordneten in der Stadtverordnetenversammlung. Nach der Anzahl der  Stimmen kommt die AfD bei ihrem Debüt  in Großräschen auf drei Sitze. Mangels ausreichender Kandidaten  wurde  davon aber nur ein Sitz von Nicole Kielmann besetzt. Von den insgesamt 18 Sitzen im Parlament sind deshalb in der neuen Legislatur nur 16 besetzt.

 Das Präsidium der Stadtverordnetenversammlung Großräschen: Bürgermeister Thomas Zenker (SPD), der Chef der Ratsrunde Christoph Schmidtchen (SPD) sowie Stellvertreter Andre Lehnick (Bündis für Großräschen).
Das Präsidium der Stadtverordnetenversammlung Großräschen: Bürgermeister Thomas Zenker (SPD), der Chef der Ratsrunde Christoph Schmidtchen (SPD) sowie Stellvertreter Andre Lehnick (Bündis für Großräschen). FOTO: Kiesel/Stadt Großräschen / Kiesel