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| 01:25 Uhr

In der „Höllenkutsche“ durchs Elsterstädtchen

Die Höllenkutsche zog am Sonntagabend durch die Innenstadt. Foto: Oliver Sobe/oli1
Die Höllenkutsche zog am Sonntagabend durch die Innenstadt. Foto: Oliver Sobe/oli1 FOTO: Oliver Sobe/oli1
Ruhland. Schon zum zehnten Mal war das Elsterstädtchen am Sonntagabend, 30. Oktober 2010, ein magischer Treffpunkt für kleine und große Besucher, die sich als stolze Hexen, gespenstische Gerippe oder schwarze Zauberer verkleidet hatten. Von Oliver Sobe

In den bunten Halloweenumzug, der vom Ruhlander Marktplatz bis zum Festgelände am Schützenhaus führte, reihten sich nach Schätzungen der Veranstalter wieder über 1000 Akteure ein. Der Korso mit sieben phantasievoll gestalteten Wagen wurde von den Spielleuten aus Ruhland, dem Großräschener Fanfarenzug und dem Spielmannszug Senftenberg stimmungsvoll begleitet.

Passend zum schaurigen Vergnügen leuchteten an manchen Häusern entlang der nächtlichen Wegstrecke die ausgehöhlten Kürbisfratzen. “Wir sind total überrascht von so vielen Leuten. Und der Umzug war sehr schön„, sagte Katrin Günther aus Lauchhammer, die mit ihrer Familie zum allerersten Mal beim Ruhlander Halloween-Spektakel zuschaute. Etwas schüchtern bestätigte der dreijährige Kevin die Worte seiner Mutti mit einem Kopfnicken. Besonders gruselig kam am Schluss des Halloweenumzuges ein Wagen daher, den junge Leute aus Ruhland und Orten der Umgebung gestaltet hatten. “Das ist unsere Höllenkutsche„, verriet Cindy Heinrich. Während unterwegs ein Feuer speiender Teufel auf der “Höllenkutsche„ die Blicke der Schaulustigen anzog, zündeten die jungen Leute zum Abschluss am Ruhlander Schützenhaus noch ein kleines Feuerwerk.

Nach dem Halloweenumzug wurden auf der Bühne neben dem Schützenhaus unter den kleinen Teilnehmern Mister und Miss Halloween gesucht. Eine Jury mit Ruhlands Bürgermeister Eberhard Krause sowie dem Prinzenpaar der vergangenen Karnevalssession überwachte den Wettstreit, während sich die kostümierten Jungen und Mädchen im Kürbiszielwurf, beim Balancieren eines Besens oder im Mumienwickeln beweisen mussten. Mister Halloween wurde in diesem Jahr Daniel Schmidt aus Lauchhammer.

Bei den Mädchen fiel die Wahl auf Janine Schmidt aus Ruhland. “Wir sind mit dem Ablauf unseres Halloweenfestes rundum zufrieden„, sagte Sigurd Höntsch vom Karnevalclub Ruhland. Im Unterschied zum Vorjahr blieb der Halloweenumzug im Elsterstädtchen auch von einem öffentlichen Auftritt rechtsextremer Störer verschont. Als Konsequenz aus dem Zwischenfall vor zwölf Monaten hatten die Organisatoren diesmal die Zahl der eigenen Ordner und Sicherheitsleute erhöht sowie engeren Kontakt zur Polizei gesucht. oli1