| 17:23 Uhr

Kein Unfallschwerpunkt?
In der Bahnhofstraße sind Adleraugen gefragt

Viele Ausfahrten auf die Senftenberger Straße sind unübersichtlich. Anfang Januar krachte ein Lieferfahrzeug gegen einen Kleinwagen.
Viele Ausfahrten auf die Senftenberger Straße sind unübersichtlich. Anfang Januar krachte ein Lieferfahrzeug gegen einen Kleinwagen. FOTO: Jan Augustin / LR
Senftenberg. Trotz gefährlicher Situationen ist die Strecke laut Polizei und Stadt Senftenberg kein Unfallschwerpunkt.

Immer wieder kommt es in der Senftenberger Bahnhofstraße zu gefährlichen Situationen. Parkende Autos verdecken die Sicht bei der Auffahrt auf die Straße. Handlungsbedarf sehen Stadt und Polizei indes nicht.

Wer aus einer Einfahrt auf die Bahnhofstraße auffahren will, braucht Adleraugen, bisweilen auch etwas Bauchgefühl. Denn stehende Fahrzeuge in den Parkbuchten schränken die Sicht auf den Verkehrsfluss erheblich ein. Ab und zu kracht es dann auch mal.

Doch nach Angaben von der Stadt Senftenberg und der Polizei gibt es keinen Handlungsbedarf. „Diese Straße ist kein Unfallschwerpunkt“, erklärt Polizeisprecher Maik Kettlitz. Im Jahr 2017 habe es dort zehn Unfälle gegeben. Eine Häufung an einem bestimmten Bereich sei nicht festzustellen. Die meisten Crashs, nämlich sechs, hätten sich an den Ampelkreuzungen ereignet. Zudem habe es bei keinem Zusammenstoß eine Tempoüberschreitung gegeben. Daher könne die Polizei auch keine Temporeduzierung, beispielsweise von 50 auf 30 Stundenkilometer, empfehlen.

Auch die Stadt Senftenberg sieht nach Angaben von Tiefbauamtsleiter Frank Hellmund keinen Handlungsbedarf für die Straße. Aufgrund der polizeilichen Unfallanalyse des vergangenen Jahres brauche nicht eingegriffen zu werden. Stattdessen werde an die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer appelliert.