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| 17:08 Uhr

Städtebau
Im neuen alten Haus wartet eine Überraschung

Carsten und Gina Bartsch sind die Bauherren des Hauses Markt 15. Betreiben wird es Tochter Rebecca.
Carsten und Gina Bartsch sind die Bauherren des Hauses Markt 15. Betreiben wird es Tochter Rebecca. FOTO: Richter-Zippack
Senftenberg. Der Senftenberger Markt ist jetzt städtebaulich komplett. Ins Gebäude Nummer 15 ziehen bald Urlauber ein. Von Torsten Richter-Zippack

Nach rund einem Jahr Bauzeit und Jahrzehnten des Leerstandes ist das historische Gebäude am Markt 15 in Senftenberg eingeweiht worden. Es stammt wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert. Künftig laden in die komplett sanierte Immobilie sieben Gästewohnungen ein. Darüber hinaus gibt es drei Räume für diverse Veranstaltungen, sagt Eigentümer und Bauherr Carsten Bartsch. Betreiben wird das Haus indes Tochter Rebecca Bartsch, die bislang im Hotelwesen tätig gewesen ist.

Während der finalen Arbeiten sind die Bauleute auf bislang unbekannte Malereien gestoßen. Im Gewölberaum im Erdgeschoss sollte eigentlich nur die Decke gefestigt werden. Die alte war lose, doch darunter kamen diverse Ranken-Malereien zum Vorschein. Diese sind inzwischen gesichert und restauriert worden. Darüber hinaus wurden im Eingangsbereich alte Kirchensprüche zu neuem Leben erweckt.

Insgesamt 1,1 Millionen Euro haben Carsten und Gina Bartsch in das Haus Markt 15 investiert. Mit dem Ergebnis sind auch die Denkmalschützerinnen Heike Scharkowski und Melanie Franke sehr zufrieden, wie sie sagen. „Wir haben das Projekt von Beginn an unterstützt“, erzählt Melanie Franke. „Hätte das Gebäude nur einen weiteren Winter leer gestanden, wäre es vermutlich eingestürzt“, zeichnet Heike Scharkowski die Brisanz nach. Es handele sich schließlich um eines der ältesten Wohngebäude Senftenbergs. Bislang stehe die Jahreszahl 1675 im Raum, doch mehrere Experten glauben, dass das Haus noch älter sein könnte. Das Gebäude, erklärt Melanie Franke, verjünge sich von unten nach oben.

Als ein besonders positives Zeichen wertet Carsten Bartsch, dass genau zur Einweihung der alte Rosenstock direkt am Eingang in voller Blüte steht. „Wir haben ihn während der Bauarbeiten immer geschützt“, erklärt der Fachmann. Nach Angaben seiner Frau Gina haben Anwohner berichtet, dass die Rose bereits vor rund 20 Jahren gepflanzt worden sei. „Wir werden Haus und Rosenstock immer bestens pflegen“, kommentiert Carsten Bartsch.