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| 08:53 Uhr

Innovationswerkstatt
Kritischer Blick auf Ideen für die „Wasser-Landschaft-Lausitz“

Blick über die Seebrücke am neu entstandenen Großräschener See
Blick über die Seebrücke am neu entstandenen Großräschener See FOTO: ZB / Patrick Pleul
Großräschen. Im IBA-Studierhaus in Großräschen werden im Rahmen einer Innovationswerkstatt Ideen und Vorschläge für den Strukturwandel in der Lausitz gesammelt und auf den Prüfstand gestellt. Gesucht werden Innovationen für eine lebenswerte Region nach dem Bergbau.

(red/cw) Auf Hochtouren wird in der Lausitz an guten Ideen für den Strukturwandel gearbeitet. Das Bündnis „Innovationswerkstatt Wasser-Landschaft-Lausitz“ erarbeitet derzeit im Rahmen einer mehrmonatigen Konzeptphase neue Vorschläge und Strategien für die Lausitzer Bergbaufolgelandschaft. Das teilt das IBA-Studierhaus Lausitzer Seenland mit Sitz in Großräschen mit. Im Rahmen der Innovationswerkstatt fanden seit April 2018 zahlreiche Konferenzen, Strategiedebatten und thematische Workshops statt. „Sie führten zu inspirierenden Anregungen für die Region und zu neuen Konzepten für innovative Projekte und Produkte“, erklärt Katja Sophia Wolf vom IBA-Studierhaus. Zahlreiche lokale Akteure, Institutionen und Unternehmen konnten einbezogen werden.

Nun nimmt die Arbeit des Bündnisses weiter Fahrt auf. Am heutigen Dienstag wird zum ersten Mal ein unabhängiger Beirat – bestehend aus namhaften Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft – im IBA-Studierhaus zusammenkommen, um die bisher vorliegenden Arbeitsergebnisse kritisch zu begutachten. Ziel ist es, Ende Oktober ein gemeinsam abgestimmtes Konzept beim Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft im Rahmen des Strukturprogramms „WIR!“ einzureichen. „WIR!“ steht dabei für „Wandel durch Innovation in der Region“. Sollte das Konzept einen Zuschlag erhalten, könnte das Bündnis ab 2019 für fünf Jahre – unterstützt mit Fördermitteln – Innovationen in der Lausitz befördern.

Die „Innovationswerkstatt Wasser-Landschaft-Lausitz“ besteht aus dem IBA-Studierhaus Lausitzer Seenland e.V., der BTU Cottbus-Senftenberg, dem Institut für Schwimmende Bauten, dem Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften in Finsterwalde sowie der Hochschule Zittau/Görlitz und dem Wassercluster Lausitz.

Die Partner haben sich auf die Fahnen geschrieben, Innovationen für eine lebenswerte Region nach dem Bergbau zu befördern, „denn man kann nur zum Gelingen des Strukturwandels in der Lausitz beitragen, indem man auf neue Weise Grundlagen für ein gutes Leben und Arbeiten in der Lausitz schafft“, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. Hierzu gehören vitale Böden, sauberes und ausreichendes Wasser sowie die Gestaltung eines attraktiven Lebens und Siedelns am, mit und auf dem Wasser.

Des Weiteren soll der überregionale und internationale Wissenstransfer befördert werden. Mit der Vermarktung von Lausitzer Kompetenzen, Technologien und Produkten der Bergbaufolge soll regionales Know-how auch künftig in der Lausitz verankert sein und somit zur regionalen Wertschöpfung beitragen.

(red/cw)