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Ilse-Verwaltung in Großräschen

Das Verwaltungsgebäude des VEB Braunkohlekombinats Senftenberg in Großräschen-Süd.
Das Verwaltungsgebäude des VEB Braunkohlekombinats Senftenberg in Großräschen-Süd. FOTO: LR-Archiv
Klaus Hirsch aus Großkoschen schreibt, welche Erinnerungen er an das Gebäude hat: Den Ort und den abgebildeten Gebäudekomplex kenne ich gut. LR-Archiv

Es handelt sich um Großräschen, vormals Grube Ilse-Bückgen und um die ehemalige Hauptverwaltung des Braunkohlekombinates Senftenberg. Von 1969 bis 1976 habe ich dort in der Nähe des Gebäudes meinen Arbeitsplatz gehabt. Der Dacia auf dem Bild fährt in Richtung Freienhufen und der Lkw offensichtlich nach Großräschen.
An jedem Arbeitstag um die Mittagszeit führte unser Weg um dieses Gebäude herum zur Betriebskantine. Nach 1871 mit dem Aufschwung der Braunkohle in der Niederlausitz, wurde durch die Ilse-AG auch mit Hilfe der Ilse-Ziegelei in unmittelbarer Nähe gelegen, das bergbaueigene „Hauptkomptoir“ errichtet. So hatten u. a. dort die Generaldirektoren Kommerzienrat Schumann und später Dr. Ing. e.h. Bälir ihren Sitz, in den 60er- und 70er-Jahren war es der Werkdirektor Tauer. Ich selbst war einige Male in diesem Gebäude und zwar bei den Dispatchern, mit denen ich manchmal dienstlich zu tun hatte.
1888 / 89 wurde die Ortslage Ilse-Bückgen und damit auch das abgebildete Gebäude durch die Bagger des Tagebaus Meuro überbaggert. Rund 4000 Menschen mussten umgesiedelt werden und fanden größtenteils in Großräschen-Nord eine neue Heimat.