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| 19:33 Uhr

Großräschen
„Ilse hilft“ sucht Verstärkung für die Arbeit mit Flüchtlingen

Großräschen. Eine Gruppe von Männer und Frauen aus Großräschen unterstützt Flüchtlingsfamilien in der Stadt. Jetzt sucht die Gruppe mit dem Namen „Ilse hilft“ weitere Mitstreiter - für die Hausaufgabenhilfe für Kinder und Unterstützung bei Alltagsproblemen.

(red/cw) Unter dem Motto „Ilse hilft“ haben sich in Großräschen engagierte Bürger der Stadt zusammengetan, um Flüchtlingsfamilien ehrenamtlich zu unterstützen. Die Frauen und Männern helfen den Familien beim Erlernen der deutschen Sprache und bei Alltagsproblemen. Nachdem in der Zwischenzeit die Sprachkurse zumeist abgeschlossen sind, ist nun besonders häufig „Hausaufgabenhilfe“ für Kinder gefragt. „Oft reicht den Familien aber schon der Kontakt mit Deutschen, um sich wohler zu fühlen und sich besser zurechtzufinden“, erklärt Kati Kiesel von der Stadtverwaltung Großräschen.

Nun sucht die Gruppe der Ehrenamtler weitere Verstärkung. Um die Unterstützung der Flüchtlingsfamilien auch in deren Häuslichkeit ermöglichen zu können, werden weitere Mitstreiter gesucht. Ein Beispiel: Wer selbst ein Schulkind hat, weiß, wie wichtig Unterstützung von zu Hause für einen guten Start ist. Eltern, die selbst erst die deutsche Sprache erlernen, können das meist nicht leisten oder sind sich unsicher, wie sie mit den Erfordernissen der Schule umgehen sollen.

Die Gruppe der Großräschener Ehrenamtler „Ilse hilft“ will für solche Unterstützung zur Stelle sein. „Die Gruppe ist bunt. Verschiedene Altersstufen, Berufsgruppen, Religionen gehören ihr an“, so Kati Kiesel. Allen gemein sei Offenheit, Toleranz und die Bereitschaft, sich zu engagieren.

Regelmäßige Treffen finden im Mehrgenerationenhaus Ilse in Großräschen statt - dienstags sind Deutschkurse und einmal monatlich Begegnungsnachmittage, manchmal trifft man sich auch zum Kegeln. Eine besondere Ausbildung ist für das Mitmachen nicht erforderlich, jeder kann nach seinen Möglichkeiten helfen. „Manche besuchen Familien in der Wohnung und geben Einzelförderung, andere unterstützen den Deutschkurs oder betreuen die Kinder, damit die Eltern den Kurs besuchen können. Es hilft aber oft auch schon das „Mitkegeln“ und einfacher Smalltalk“, so Kati Kiesel.