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| 12:28 Uhr

Ärger in Senftenberg
Illegales Reifenlager stammt von Pleite-Firma

Auf einem Gelände an der Senftenberger Ackerstraße liegen etwa 3000 Tonnen Altreifen, die hier illegal abgelagert worden sind. Zuständig für die Altlast ist das Land Brandenburg.
Auf einem Gelände an der Senftenberger Ackerstraße liegen etwa 3000 Tonnen Altreifen, die hier illegal abgelagert worden sind. Zuständig für die Altlast ist das Land Brandenburg. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau / Jan Augustin
Senftenberg. Das brennende Reifenlager in Senftenberg ist illegal angelegt worden. Für die Altlast ist das Land Brandenburg seit Jahren zuständig.

Das Altreifen-Lager in Senftenberg, auf dem in der Nacht zum Sonnabend ein Großbrand entflammt ist, soll illegal angelegt worden sein. Das hat die Brandenburger Landesregierung im Oktober vergangenen Jahres auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Benjamin Raschke (Bündnis 90/Grüne) bestätigt. Demnach ist das Reifenlager nur eine von fast 90 illegalen Mülldeponien im Land.

Die Menge der hier abgelagerten Altreifen wird auf etwa 3000 Tonnen geschätzt. Das Unternehmen Lausitz Gummi Senftenberg mit Firmensitz in Hamburg war laut Handelsregister im Jahr 2007 hier aktiv geworden, ging Ende 2009 in die Liquidation und ist Ende 2012 gelöscht worden. Das Unternehmen handelte demnach mit Reifen im In- und Ausland und ließ Altreifen zu Granulat und Gummimehl verarbeiten. Für die Hinterlassenschaft ist das Landesamt für Umwelt die zuständige Behörde.

(kw)