Von Jan Augustin

Geduld ist gefragt in Lauchhammer. Der Neubau der Ortrander Straße als wichtige Nord-Süd-Trasse verzögert sich. Erst hat die für die Sicherung der Ostböschung des Kuthteichs eingesetzte Rütteldruckverdichtung den Boden der angrenzenden alten Ortrander Straße derart ins Wanken gebracht, dass sie nicht mehr genutzt werden kann. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich im Straßenkörper Hohlräume unter der Asphaltdecke gebildet haben, welche zu einem spontanen Versagen der Straße führen können“, teilt Stefanie Klein von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mit. Jetzt hat die bauausführende Firma, die Spezial- und Bergbau-Servicegesellschaft Lauchhammer (SGL), auch noch große Mengen von illegal verbrachtem Hausmüll in der Fläche gefunden. Der kontaminierte Boden muss beprobt, separiert und entsorgt werden, erläutert die LMBV-Sprecherin.

Aktuell wird der Verdichtungserfolg durch das beauftragte Sachverständigen-Ingenieurbüro nachgewiesen. Stefanie Klein: „Die Auswertung des umfangreichen Nachsondierungsprogramms und der Laboruntersuchungen sollen Ende September 2018 vorliegen.“ Erst nach diesem Gutachten könne die Wiederherstellung der benachbarten Ortrander Straße beauftragt werden. Ein konkreter, fester Fertigstellungstermin könne nicht genannt werden. Ziel sei aber noch der kommende Winter. Die neue Ortrander Straße soll auf dem verdichteten, gesicherten Rütteldamm am Kuthteich verlegt werden. „Straßenbegleitend erfolgt der Bau eines Radweges. Der alte Straßenbelag wird abgebrochen und entsorgt“, erklärt Stefanie Klein.

Die Ostböschung des Restloches 38 (Kuthteich) war von April 2017 bis April 2018 im Auftrag der LMBV mittels Rütteldruckverdichtung gesichert worden. Weil die Ortrander Straße dabei im Sicherheitssperrbereich der Rütteldruckverdichtung lag, ist sie seit dem 27. März 2017 voll gesperrt. Der hergestellte Rütteldamm geht bis direkt an die Straßenkante der alten Ortrander Straße.