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Hungergefühl überschattet Turmfeuer

Die Neue Bühne hat den Turm in Szene gesetzt.
Die Neue Bühne hat den Turm in Szene gesetzt. FOTO: Rasche/str1
Kleinkoschen. Der Rostige Nagel, neben dem Besucherbergwerk F 60 die Landmarke des Lausitzer Seenlandes, ist am Sonnabend das Ziel von Hunderten Neugierigen. Doch die meisten der Gäste zeigen sich am Ende enttäuscht vom Turmfeuer am Sedlitzer See, zu dem sie erwartungsfroh geströmt sind. KaWe

Das flackernd-pulsierende Feuer, das das Innere der Turm-Skulptur in wechselndem Farbspiel erleuchtet, ist von der liebevoll vorbereiteten Liegestuhl-Wiese zwar schön anzuschauen. Die Lichtinstallation setzt den aus Cortenstahl gebauten Aussichtsturm mit seiner rostroten Patina als Wahrzeichen der sich stark wandelnden Landschaft auch gut in Szene. Doch sowohl das Lichtspiel als auch die musikalische Live-Improvisation lassen Höhepunkte vermissen.

Der Ausklang des ersten Seenlandtages wird zudem vom Hungergefühl begleitet. Auf den Ansturm der Massen haben sich der Veranstalter, der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg (LSB), und der Mini-Imbiss nicht eingestellt. Das Warten auf ein kühles Bier dauert Stunden. Und der Grill läuft auch nicht heiß, um die Besucher zu beköstigen. Der Hinweis, dass das Verzehren mitgebrachten Proviants zu Füßen des Rostigen Nagels nicht gestattet sei, facht den Unmut der Besucher noch zusätzlich an. Nach ähnlichen Erfahrungen beim ersten Volksfest am Senftenberger Stadthafen sind die meisten Gäste wiederum sehr enttäuscht. Dabei hätten an dem Abend gut zwei bis drei Anbieter das Geschäft der Saison machen und die Besucher zufriedenstellen können.