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Hundstage lassen Lausitz schwitzen

Der Sauerbrunnen am Senftenberger Neumarkt bietet auch Jessica (9) aus Dresden, die die letzten Ferientage am See verbringt, Abkühlung.
Der Sauerbrunnen am Senftenberger Neumarkt bietet auch Jessica (9) aus Dresden, die die letzten Ferientage am See verbringt, Abkühlung. FOTO: Steffen Rasche/str1
Senftenberg. Der August startet mit einem Lausitzer Hitzetag. Elf Stunden Sonne sind den Leuten in und um Senftenberg für den heutigen Dienstag versprochen. Kathleen Weser

Die 30-Grad-Celsius-Marke soll zur Mittagsstunde geknackt werden. Bis zum späten Nachmittag klettert die Quecksilbersäule auf bis zu 35 Grad Celsius, um dann wieder gaaaanz langsam zu fallen. Die Luftfeuchtigkeit steigt der Prognose zufolge stetig an. Trotz Gewitterwarnung: Die Regenwahrscheinlichkeit liegt hier zu Lande bei mageren sechs Prozent. Die Hundstage bringen uns stark ins Schwitzen.

"Und das ist normal für einen echten Lausitzer Hochsommer", betont RUNDSCHAU-Wetterfrosch Rudolf Kupfer. Im Zeitraum von Mitte Juli bis Mitte August sei es oft so heiß. Dabei ist der nunmehr frisch beendete Sommermonat verhalten geblieben: "Wir hatten im Juli nur zwei Hitzetage zu verzeichnen", sagt Rudolf Kupfer, der seit Jahrzehnten das Klima und das Wetter in Südbrandenburg genau beobachtet und auswertet. Der Wechsel von Regen und Wärme mache Mensch und Tier in diesem Jahr aber besonders zu schaffen.

Apothekerin Grit Sponner aus Schwarzheide rät, am heutigen, möglicherweise schwül-warmen Hitzetag "besonders in der Mittagszeit körperliche Belastungen zu vermeiden und über den Tag viel Wasser zu trinken". Sie warnt aber auch davor, das Nass eiskalt zu genießen. "Das belastet den Kreislauf extrem", erklärt sie. Wohl temperiert wird es daher empfohlen.

Der Sommer hat die Tettauer Brunnen des Wasserwerkes bisher noch nicht so richtig sprudeln lassen. Ursache dafür sind die teilweise "erheblichen Niederschläge der vergangenen Wochen", stellt Ulf Riska, der Sprecher der Betriebsgesellschaft des heimischen Wasserverbandes Lausitz (WAL-Betrieb), fest. Der Sonntag ist mit 24 000 Kubikmetern aus dem Wasserwerk Tettau und weiteren 5000 Kubikmetern aus dem Wasserwerk in Schwarze Pumpe absatzstark gewesen. Am noch leicht kühleren Sonnabend sind 23 000 Kubikmeter Trinkwasser abgenommen worden. Das fördern die Tettauer Brunnen allein. Im vergangenen Sommer sind dem Netz täglich bis zu 25 000 Kubikmeter aus Tettau entnommen worden. Der Wasserabsatz war an Hitzetagen sogar bis auf 37 000 Kubikmeter angestiegen. "Wir sind auf jede Hitzewelle bestens vorbereitet", versichert Ulf Riska abschließend.

Und zum künstlich gewählten Klima macht Apothekerin Grit Sponner noch darauf aufmerksam, den Innenraum des Autos nicht auf mehr als sieben bis zehn Grad Celsius unter die heiße Außentemperatur herunter zu kühlen.