ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:08 Uhr

Hundesteuer in Lauchhammer erhöht

Ein Hund kostet Geld.
Ein Hund kostet Geld. FOTO: Fotolia
Lauchhammer. Seit Jahresbeginn müssen die mehr als 1000 gemeldeten Hundehalter in der Stadt Lauchhammer mit den drei Ortsteilen Grünewalde, Kostebrau und Kleinleipisch tiefer in die Tasche greifen. Die Stadtverordneten haben der Änderung der Hundesteuersatzung zugestimmt. Manfred Feller

Die jährliche Steuer beträgt in Lauchhammer seit dem 1. Januar nun 51 Euro für den ersten Hund je Haushalt. Für den zweiten sind 61 Euro zu überweisen, für den dritten und jeden weiteren jeweils 82 Euro. Laut der seit dem Jahr 2005 nicht veränderten Satzung waren zuvor je Hund generell 46 Euro hinzulegen. Geblieben ist der hohe Satz für die gefährlichen Hunde - von American Pitbull Terrier über Bullterrier bis hin zu Dobermann und Rottweiler. Für diese Tiere gilt der erhöhte Steuersatz von jeweils 368 Euro weiterhin.

Auch die Steuerbefreiungen werden nicht angetastet. Hiervon profitieren zum Beispiel Halter, die aufgrund ihrer Behinderung auf die Hilfe des Vierbeiners angewiesen sind oder wenn das Tier aufgrund der entlegenen Wohnlage (siehe Satzung) als Wachhund eingesetzt wird. Ermäßigungen oder Steuerbefreiungen nehmen in Lauchhammer derzeit Halter für 41 Hunde in Anspruch. Gemeldet sind im Stadtgebiet insgesamt 943 Halter mit einem, 77 mit zwei und 41 mit drei Tieren. Einige wenige Bürger halten sogar noch mehr Hunde.

Die Stadt verspricht sich durch die höhere Hundesteuer jährliche Mehreinnahmen von etwa 7400 Euro. Bisher wurden je Jahr nicht ganz 50 000 Euro eingenommen. Lauchhammer ist nach Auskunft von Bürgermeister Roland Pohlenz (parteilos) vom Land "im Zusammenhang mit der Gewährung von finanziellen Hilfen aus dem Ausgleichsfonds" dazu verpflichtet, Einnahmeverbesserungen zu erzielen. Dazu gehörte auch das Überarbeiten der immerhin elf Jahre lang nicht angefassten Hundesteuersatzung. Bislang verlangte Lauchhammer mit Blick auf vergleichbar kleine Städte geringere und nach Hundeanzahl nicht differenzierte Steuern. Die Stadt hat den Steuersatz von Senftenberg übernommen. Lediglich für die gefährlichen Hunde sind in der Kreisstadt mit 358 Euro zehn Euro weniger zu bezahlen.

In anderen Städten, Ämtern und Gemeinden im Landkreis fallen die Steuern teilweise nach wie vor nicht so hoch aus. So kostet in Schwarzheide der erste Hund 36, der zweite 43 sowie der dritte und jeder weitere 50 Euro. Der erste Kampfhund schlägt mit 180, der zweite mit 210 und jeder weitere mit 240 Euro Steuern zu Buche.

Die Verwaltung in Lauchhammer geht davon aus, dass nicht jeder Halter seinen bellenden Vierbeiner angemeldet hat. Dazu gebe es Hinweise aus der Bevölkerung. Hunde, für die Steuern gezahlt werden, sind an der Marke zu erkennen, die dieser sichtbar zu tragen haben, zum Beispiel am Halsband oder an der Leine.