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Hotel-Turm bekrönt die Ilse-Höhe

Der Hotel-Entwurf von Architektin Hannelore Joswig aus Senftenberg mit einem imposanten Turm, Panoramacafé mit umlaufendem Besucherdeck, windgeschützter Terrasse und Appartmenthaus macht Lust auf die maritime Zukunft am Großräschener See.
Der Hotel-Entwurf von Architektin Hannelore Joswig aus Senftenberg mit einem imposanten Turm, Panoramacafé mit umlaufendem Besucherdeck, windgeschützter Terrasse und Appartmenthaus macht Lust auf die maritime Zukunft am Großräschener See. FOTO: Architekturbüro Joswig
Großräschen. Das im Grünen gelegene Hotel liegt majestätisch auf der Ilse-Höhe, gut 15 Meter über dem Wasserspiegel des Großrä schener Sees. Der weiße Sandstrand vom Strandbad "Ilse", der Hafen in Amphitheaterform, Marina und Flaniermeile sind nur wenige Gehminuten entfernt. Andrea Budich

Zum familienfreundlichen Hotel mit 172 Betten, verteilt auf drei Stockwerke, gehört ein imposanter Turm mit Panoramacafé und begehbarem Besucherdeck. - Genau so könnte die Hotelbeschreibung im Reisekatalog Lust aufs Urlauben an einem ganz besonderen Ankerplatz am Großrä schener See machen.

Die Weichen dafür wurden im jüngsten Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung Großräschen gestellt. Die von Stadtplaner Wolfgang Joswig präsentierten Hotelpläne sind dabei auf breite Zustimmung gestoßen. Der Hotel-Standort ist von den Abgeordneten ausdrücklich befürwortet worden. Das Hotelprojekt kann also hart am Wind Fahrt aufnehmen. Großräschen will die planerischen und rechtlichen Voraussetzungen für einen Bau in den nächsten zwei Jahren schaffen. Dazu gehören Abstimmungen mit der LMBV zur Neuprofilierung des Geländes sowie eine geotechnische Vorbetrachtung innerhalb des Bebauungsplanes. Eine öffentliche Ausschreibung des Standortes hält Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) dann 2018/19 für realistisch. Umgesetzt werden soll die Hotel-Idee in privater Regie.

Den Standort frühzeitig wasserdicht zu machen, gehört bei Großrä schens Visionären zur Strategie. Sie wollen beim gleichfalls beschlossenen grundhaften Ausbau der Hafenstraße den vorgesehenen Hotelbau bei der Bemessung der Medien gleich mitberücksichtigen.

Mit viel Herzblut wurde indes kein beliebiger Standort auserkoren, sondern einer, der im weiten Seenland zu den schönsten und bei Investoren wohl auch gefragtesten Plätzen gehören dürfte. Das am Ende der Hafenstraße gelegene hohe Ufer thront gut 15 Meter über dem Wasserspiegel des Großräschener Sees. "Die Lage ist einzigartig und verspricht einen atemberaubenden Blick in den Hafen, zum Strandbad bis hin zum Ilse-Kanal", gerät Stadtplaner Wolfgang Joswig bei diesen Aussichten regelrecht ins Schwärmen.

Die Hochbau-Studie seiner Frau Hannelore Joswig verdeutlicht, was auf dem 1,4 Hektar großen Areal zwischen Hafenstraße und Strandbad von späteren Bauherren umsetzbar ist. Vorgesehen ist ein dreigeschossiges Familienhotel mit 172 Betten. Möglich ist der Anbau eines Appartmenthauses. Von der Gebäudeform ein Laubengang-Haus, damit alle Zimmer nach Süden den Seeblick haben. Die Süd-Terrasse wird von zwei Häusern auf dem windanfälligen Plateau geschützt. Den Endpunkt setzt ein 15 Meter hoher Turm mit Panoramacafé und einem umlaufenden Besucherdeck. Die Café-Gäste im Obergeschoss haben freien Blick auf das quirlige Treiben im Hafen.

Mit dem passgenauen Grundstück will die Stadt private Investoren anlocken und natürlich auch einen Impuls für weitere Investitionen am Großräschener See setzen. Wenngleich Hotel-Investoren nicht Schlange stehen, hofft Stadtplaner Wolfgang Joswig, dass der Vision möglichst bald ein wasserdichter erster Spatenstich folgt.