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| 14:36 Uhr

Ortsjubiläum
Hosenaer trommeln für ihren Festumzug

 Das Wappen steht bereits, der Festumzug befindet sich in Vorbereitung. 2020 begehen die Hosenaer die 600. Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung.
Das Wappen steht bereits, der Festumzug befindet sich in Vorbereitung. 2020 begehen die Hosenaer die 600. Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung. FOTO: Steffen Rasche
Hosena. Die Vorbereitung der 600-Jahr-Feier im Senftenberger Ortsteil ist in vollem Gange. Es werden noch Mitwirkende gesucht. Von Torsten Richter-Zippack

Am dritten Juni-Wochenende 2020 wollen die Hosenaer ihre 600-Jahr-Feier begehen. Der Senftenberger Ortsteil ist im Jahr 1420 erstmals urkundlich erwähnt worden. Die Vorbereitungen laufen bereits seit dem vergangenen Jahr auf Hochtouren. Absoluter Höhepunkt soll der große historische Festumzug werden, der am Sonntag, 21. Juni 2020, sechs Jahrhunderte Geschichte präsentieren wird. Bereits jetzt suchen die Organisatoren um Jens Babick, Sprecher der Arbeitsgruppe Festumzug, Mitstreiter, die den Umzug mit Leben erfüllen. „Insgesamt 52 Bilder in zwölf Hauptkategorien sind geplant“, kündigt Babick an. Das Grobkonzept stehe, jetzt würden Nägel mit Köpfen gemacht.

„Wir haben die entsprechenden Bilder, wir haben die Kostüme und brauchen jetzt die Leute, die sie anziehen“, fügt Ortsvorsteher Hagen Schuster an. Möglich sei es auch, dass ganze Familien Ausschnitte aus der Ortsgeschichte präsentieren.

Für die Darstellung der Frühzeit der Hosenaer Gegend haben sich die Protagonisten etwas ganz Besonderes ausgedacht. So werde überlegt, den sagenumwobenen Jungfernstein auf einem Umzugswagen zu zeigen. In vorchristlicher Zeit, so hat Jens Babick recherchiert, hatten die Einwohner auf dessen Gipfelplateau Opfergaben abgelegt. Die dazugehörigen Opfersteine wurden, so heißt es in alten Schriften, bereits Mitte des 19. Jahrhunderts zum Hausbau abtransportiert. Der Jungfernstein befindet sich zwischen Leippe und Hohenbocka, also südöstlich von Hosena, nahe des Tagebaus Heide. Darüber hinaus wollen die Organisatoren an die Schlacht zwischen den Deutschen und den Wenden am Koschenberg erinnern. Allerdings gehört laut vielen Historikern diese Schlacht eher ins Reich der Fantasie.

Starten soll der Festzug an der Ecke Rosa-Luxemburg-Straße/Gartenstraße. Von dort geht es durch den Ort bis zum Hof der Linden-Grundschule. Benötigt werden rund 130 Mitwirkende. Hinzu kommenden weitere Menschen, die als Hilfskräfte und Ordner fungieren. Zum Vergleich: Hosena zählt aktuell knapp 1700 Einwohner. Wer mitmachen will, sollte sich an die elfköpfige Arneitsgruppe Festumzug wenden. Ansprechpartner ist Jens Babick.