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| 16:11 Uhr

Hosena bereitet 600-Jahr-Feier für 2020 vor.
Hosena soll Wimpel-Dorf werden

Hosena. Die Einwohner bereiten schon jetzt ihre 600-Jahr-Feier im Juni 2020 vor.

(trt) Im Jahr 2020 wird sich die urkundliche Ersterwähnung von Hosena zum 600. Mal jähren. Das Jubiläum soll im 1800-Einwohner-Ort groß gefeiert werden.

Bereits seit Monaten laufen die ersten Vorbereitungen. Jetzt tritt das Festkomitee mit einer besonderen Bitte an die Bürger heran: „Wir wollen unser Dorf mit insgesamt vier Kilometern Wimpelketten schmücken. Dazu werden fertige Wimpelketten, Wimpel sowie Stoff und Geld benötigt“, erklärt Ortsvorsteher Hagen Schuster. Dieses Projekt laufe unter Federführung der Grundschule sowie des entsprechenden Fördervereins. Dort könnten sich Spender gern melden.

Feiern wollen die Hosenaer vom 19. bis 21. Juni 2020, so Schuster. „Wir sind heilfroh, schon so früh mit den Vorbereitungen begonnen zu haben“, sagt der Ortsvorsteher. Denn der Aufwand sei beträchtlich und nicht zu unterschätzen. Das Festkomitee bestehe aus drei Arbeitsgruppen, die sich mit den Finanzen, dem Marketing, der Chronik und der Ausstellung sowie dem Festumzug widmen.

Als Vorbilder dienten die Jahrfeiern von Groß- und  von Kleinkoschen in den Jahren 2008 und 2010. Ähnlich wie in den Nachbarorten solle auch in Hosena ein Festumzug den krönenden Höhepunkt, dann unter der Ägide von Jens Babick, bilden. Derzeit befinde sich die Streckenführung in der Diskussion. Die Hosenaer hoffen, der Straßenverkehrsbehörde eine Variante vorzulegen, die abgesegnet werden kann.

Wer den Umzug anführt, stehe natürlich noch nicht fest. Nur so viel: „Im Jahr 1420 war in der Ersterwähnung von der Schäferei die Rede“, sagt Hagen Schuster. Möglicherweise könnten mehrere Schafe den Auftakt bilden. Übrigens: Der zentrale Festplatz soll sich an der Schule befinden. Dieser Platz bilde auch das Umzugsziel.

Darüber hinaus befinde sich eine Festschrift in Vorbereitung. Im Rohzustand sei das Werk bereits vorhanden. Ähnlich wie in Koschen werde es sowohl eine ausführliche als auch eine streng chronologische Ausgabe geben. Heimathistoriker Werner Reichelt sucht darüber hinaus Exponate für die geplante Ausstellung. Diese sollen von der Ortsgeschichte, insbesondere der Glasindustrie, der Landwirtschaft und vielem mehr erzählen. Wichtig: Die Stücke müssen immer einen Bezug zu Hosena besitzen.

Schon heute befinden sich mehrere neue Produkte „made in Hosena“ im Angebot. Dazu gehört neben dem Wein aus der örtlichen Kelterei auch ein Kalender, der 2018 erstmals erschienen ist. Er zeigt alte Postkarten des Ortes. Für 2019 und 2020 seien weitere Jahresplaner vorgesehen.

Im Jahr 1970 gab es in Hosena keine 550-Jahr-Feier. Der Grund, so Ortsvorsteher Hagen Schuster, sei bis heute ungeklärt.